Single-Abzocke bei den Müllgebühren

„200 wollen Single-Tonnen“ (AZ v. 17. Juli)

Das Anliegen für kleinere Mülltonnen von 40 Litern und längeren Leerungsfristen kann ich nur voll unterstützen, somit erhöht sich die Zahl der Unterstützer von Frau Wetzel mindestens auf 201.

Die bestehende Abfallgebührensatzung halte ich für in vielen Teilen schlicht sittenwidrig. Die Darlegungen des CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzen den Claus-Dieter Reese belegen dies. Er hat offensichtlich den Sinn und Zweck einer Müllabfuhr nicht begriffen. Eine solche Gemeinschaftseinrichtung dient dazu, das Müllaufkommen klein und die Entsorgung zu gewährleisten, sie dient nicht dazu, einen finanziellen Sozialausgleich zwischen den Bevölkerungsschichten und den Griff in fremde Taschen zu organisieren.

So bedient sich der awb – wie zuletzt im Streike – ungeniert auch an fremden Kassen, indem er Gebühren trotz fehlender Leerung und gesparten Lohn-und Fixkosten erhebt, somit Gewinn vom Streik hat und gleichzeitig die Gewerkschaftskasse für die ausfallenden Lohnzahlungen der Mitarbeiter als Streikgeld aufkommen lässt. Das ist schon sehr schäbig.

Es ist im Übrigen wohl auch nicht der Rentner und der Alleinerziehende, der mit der aktuellen Gebühren- und Tonnengröße subventioniert wird, sondern der ganz normale Mehr- und Vielpersonenhaushalt durch die Singlehaushalte. Mit einer Strategie zur Müllvermeidung hat es auch nichts zu tun, wenn keinerlei Anreiz zur Müllvermeidung geschaffen wird.

Beim Kreis Uelzen und dem awb kassiert man offensichtlich lieber für halb volle Tonnen und damit für nicht erbrachte Leistungen. Man kann es auch Single-Abzocke nennen. Mit einem sinnvollen und intelligenten Müllentsorgungssystem hat das nichts zu tun.

Hans Peter Albers,

Bienenbüttel

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