Wer sich nicht vergräbt, braucht die A 39

Leserbrief zur Diskussion um den Bau der A 39:.

Es gibt viele schweigende Befürworter der geplanten Autobahn von Lüneburg nach Wolfsburg. Man kennt die Prozentzahl nicht. Vielleicht 80 Prozent? Aber, wenn man das Forum der AZ vom vergangenen Wochenende überfliegt, könnte man genau das Gegenteil vermuten.

Was treibt die Gegner des Fortschritts ständig an? Ist es ihre heile Welt, die sie nicht verändert wissen wollen? In erster Linie sehen sie natürlich ihre eigenen Pfründe gefährdet – ein allzu vordergründiger Urtrieb des Menschen. Doch nur aus diesem Grund alle anderen zum Schweigen und um ihre Früchte zu bringen? Ziemlich einseitig – egoistisch! Sicher, wer sich im östlichen Hinterland von Uelzen vergräbt, kaum aus seinen vier Wänden hinauskommt, braucht aus seiner Sicht keine Autobahn, zumal dann nicht, wenn er kein Auto hat. Wenn er aber doch als Mitfahrer den Fortschritt bei einer Tour nach Hamburg nutzen sollte, ist der Anschluss an die A 39 bei Lüneburg nahezu zwangsläufig. Dann sollte er aber Farbe bekennen. Vielleicht zählt er sich auch zu den etablierten Demonstranten, die nicht nur gegen den Klimawandel und alle anderen Umweltkatastrophen zu Felde ziehen, weil sie so schön in sein Konzept (natürlich zeitlich unbegrenzt) passen. Dann sei ihm der Artikel ein paar Seiten weiter über den „seltenen Fund in der Stader Sandgrube“ empfohlen. Man fand dort 325 000 Jahre alte Steinwerkzeuge, die in einer Sandschicht mit Pollen lagen, die wiederum Rückschlüsse auf ein weitaus wärmeres Klima als heute zulassen. Vielleicht hilft mal ein Blick über den Tellerrand weiter.

Ulfert Zergiebel,

Uelzen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare