Selfie statt Lösungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Besuch einer Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge – hier ließ sie auch Selfies schießen.
+
Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Besuch einer Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge – hier ließ sie auch Selfies schießen.

Zur Berichterstattung über die Flüchtlingskrise schreibt Sylvia Behringer aus Ebstorf:

Egal wo Frau Merkel auftritt, heißt es „Wir schaffen das!“ Müsste es nicht besser heißen: „Ihr schafft das?“ Damit wäre wohl eher das Kernproblem getroffen. Den deutschen Staatsbürgern wird derzeit zugemutet, sich mit der katastrophalen Situation abzufinden und sie gutzuheißen. Aber macht man sich einmal Gedanken über die Gesamtsituation und die längerfristigen Folgen, die damit in Verbindung stehen?

Hier einige Beispiele, die durchaus absehbar sind: In den kommenden Jahrzehnten kann mit einer starken Zunahme der Altersarmut gerechnet werden. Hintergrund ist, dass die Menschen, die im mittleren Alter ins Land kommen, keine 45 Jahre in die Rentenversicherung einzahlen werden.

Deutschland ist das einzige Einwanderungsland der Welt ohne Regeln. Eine Regel müsste lauten: „Zuwanderung gerne, aber bitte in den Arbeitsmarkt.“ Frau Merkel besucht gerne andere Staaten, soll sie sich doch einmal die USA als Vorbild nehmen. Deren Willkommenskultur findet in Konsulaten statt. Denen, die man nicht gebrauchen kann, wird die Einreise verweigert. Seit Jahrzehnten ist bereits klar, dass die Steuerung von Einwanderung zwingend erforderlich ist, jedoch vermag keiner dieses durchzusetzen, da Steuerung mit Selektion in Verbindung steht.

Frau Merkel ist gescheitert. Statt diesem offen gegenüberzustehen und nach einer schnellen Eingrenzung des Problems zu suchen, setzt sie ihre eigenen Vorstellungen rücksichtslos der Bevölkerung gegenüber durch. Statt das Problem an der Wurzel zu packen und den Krisengebieten nahe liegenden Staaten Hilfe zukommen zu lassen, werden Türen und Tore ohne Rücksicht auf die eigene Bevölkerung und deren Sicherheit geöffnet.

Den Staatsbeamten (Polizei, BGS, Justizbehörden etc.) wird zugemutet, dass sie sich mit dem von ihr geschaffenen Problem auseinandersetzen müssen.

Es wird überhaupt nicht auf die hierarchischen Familienstrukturen der moslemischen Bevölkerung oder die damit verbundenen Probleme mit Andersgläubigen Rücksicht genommen. Der gelebte Alltag vor der Flüchtlingskrise in Ballungsgebieten wie z. B. Berlin-Neukölln war für die Staatsdiener kaum zu bewältigen, wie wird es jetzt sein? Faktoren, die überhaupt nicht berücksichtigt werden.

Hätte ein anderer aufgrund seines eigenmächtigen Handelns ein solches Chaos verursacht, er wäre unehrenhaft oder ohne Bezüge entlassen worden.

Aber ein Selfie hebt so manches Selbsbewusstsein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare