AZ-Leserbriefe

"Seid rücksichtsvoll"

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Filtertüten könnte man als Atemschutzmasken benutzen, schreibt AZ-Leser Dieter Penz aus Uelzen.

Zur Corona-Krise erreichten die Redaktion folgende Zuschriften:

Schon sehr bemerkenswert, was eine Lebenslage verändern kann.

Der Mensch bekommt für sein Handeln in der natürlichen Welt eine Retourkutsche – seien wir doch ehrlich, ist doch eine von vielen. Und nachvollziehbar immer intensiver, aggressiver. Frage: „Verhält sich der Mensch natürlich?“

Da ist er, der Virus, zurzeit allgemein Corona benannt. Er ist gefährlich, er ist für unser aller Leben bestimmend geworden. Abstand, Schutz und Kontakteinschränkung bis hin zur Sperre folgen. Nun heißt es umdenken, anders handeln -- aber es heißt nicht Abbruch.

Ich kann für mich nur sagen, wenn der Abstand gewährt bleibt, kann ich durchaus auch mal nicht nur zu zweit sein. Ich gehe einkaufen, bin ich da allein? Ich gehe zum Arzt,bin ich da allein? Liebe Mitmenschen, lasst euch nicht in Panik versetzen. Seid einfach nur rücksichtsvoll.

Und die Politik? Ich musste in den letzten Tagen so oft meinen Kopf schütteln, um nicht an den Handlungen und Ratschlägen für das Verhalten zu verzweifeln. Bis jetzt sind Atemschutzmasken noch nicht bundesweit gefordert. Aber wo kann kann ich diese, wenn doch, überhaupt bekommen? Soll ich dafür viel bezahlen? Und da sie nur einmalig brauchbar (sind), was habe ich da für ein Problem? Ach ja, selber nähen, sogar eine Melitta-Filtertüte könnte eine Möglichkeit sein.

Ich befürchte, dass es bald einen Mangel in den Regalen der Geschäfte gibt, welche Kaffeezubehör verkaufen. Tut es nicht vielleicht auch WC-Papier? Davon müssten doch viele eine Möglichkeit finden, es zu verwenden oder zu verbrauchen.

Auch die finanziellen Hilfen, die jetzt großmundig verkündet werden, sind durchaus zu hinterfragen. Viele „Kleine“ haben einige Probleme mit der Umsetzung. Von wegen einfach, schnell und bürokratiefrei. (...) Da nützen mir die wohlwollenden Worte der uns Regierenden nun mal rein gar nichts ..... Ich habe noch ein Paket Melitta-Filtertüten.

Dieter Penz, Uelzen

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Ja, es gibt sie auch in Uelzen! Eigentlich wollte ich am Ostseestrand spazieren, jedoch Corona verwehrte es mir. So stieg ich auf mein Fahrrad und erfreute mich an Uelzens Gewässern. Und da, auf dem breiten Geländer der Gudestorbrücke, fand ich ihn, meinen Glücksstein. Danke dem kreativen Künstler für diese Freude in sorgenvoller Zeit.

Annelie Ramünke, Uelzen

Leserbriefe geben die Meinung des unterzeichnenden Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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