Schutz für Bauern notwendig

Leserbrief zum Thema Widerstand gegen den Bau der A 39

Komisch - die gleichen Probleme wie für die Bauern im Raum Oetzendorf gibt es auch im Raum Soltendieck-Schafwedel-Lüder, wie sich beim 1. Facharbeitskreis Landwirtschaft zum Abschn. 5/A39 am 7.4.2011 auf Burg Bodenteich zeigte. Nur habe ich bis heute keinen Bericht in der AZ über diese Veranstaltung entdeckt. Dabei zeigte sich schon hier, dass unsere Bauern im Vergleich zum Naturschutz nicht den Hauch einer Chance haben. Ich denke,wir alle können uns noch nicht vorstellen, welche Auswirkungen die Ausgleichsmaßnahmen für die A 39 auf unsere hiesige Landwirtschaft haben werden. Jeder Tierart, die beim Bau der A 39 Reißaus nimmt, muss eine neue Heimstatt angeboten werden, und zwar nicht in der Elbtalaue, sondern in unmittelbarer Nähe. Dafür sind bereits riesige Suchräume festgelegt, allein in einem 1/3 der nördlichen und südlichen Seewiesen für 28 ha. Bedingung hierfür: weitere Extensivierung der Landwirtschaft + weitere Vernässung. Diese Flächen werden auf ewig der Landwirtschaft entzogen und auch ein Flurbereinigungsverfahren kann dies nicht heilen, Herr Minister Lindemann. Zur Beruhigung wir immer wieder gerne angeführt, wie oft der Flächenbedarf für die A 39 auf einen Bauern trifft, der gerade 62 geworden ist und keinen Hoferben hat. Nur ist es noch nie passiert, dass, wenn ein Hof aufgegeben wurde, sich die Flächen in Luft aufgelöst haben. Immer wurde die Weiterbewirtschaftung von anderen Berufskollegen übernommen. Gerade im Arbeitskreis am 7.4. in Bad Bodenteich zeigte sich, dass der Naturschutz in einer ganz sicheren Position ist, der Bauer aber mit dem Rücken zur Wand steht. Ein Teilnehmer aus Kattien, brachte es auf den Punkt: wir haben hier sehr viel von Tieren und Pflanzen gehört, die gezählt und unter Schutz gestellt sind. Wann endlich wird der Bauer geschützt?

Werner Schulz

Schafwedel

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