An der Schule hängt das Dorfleben

Leserbrief zu den Artikeln „Keine Sonderlösung für Lüder“, AZ vom 24. September, und „Das Eiergetanze ist für alle belastend“, AZ vom 26. September:.

Der Streit um die Auetalschule in Lüder begann im Jahr 2009. Am 15. September 2009 haben der Bürgermeister Jürgen Schulze und Werner Williges dem Samtgemeindebürgermeister Rainer Kölling das Ergebnis der Unterschriftenaktion in Lüder übergeben, nämlich über 500 Unterschriften gegen die Schließung der Auetalschule. Der Bericht „Keine Sonderlösung für Lüder“ beginnt gleich mit einer Aussage von Andreas Dobslaw, die nicht wahr ist, denn wenn die Schließung der beiden Schulen Gegenstand des Zukunftsvertrages gewesen wäre, hätten die beiden Ratsherren aus Lüder dem nicht zugestimmt. Dieses ist nun mehrmals erwähnt worden. Herr Dobslaw, ihre Äußerung, dass ein Bruch im Zukunftsvertrag bezüglich der Einsparungsmaßnahmen der eigenen Macht diene, ist Quatsch. Es ist doch ganz legitim, wenn man für eine Einrichtung vom Stellenwert einer Schule kämpft. Da hängt doch viel mehr von ab. Wenn die Schule geschlossen wird, und die Schüler nach Bodenteich gehen, gehen sie zwangsläufig auch in den dortigen Sportverein. Auch das Kinderschützenfest hängt an der Schule. Sie, Herr Dobslaw, sollten bedenken, dass Sie auch von Lüderanern gewählt worden sind.

Der Höhepunkt des gesamten Streits ist jedoch die Schulausschusssitzung vom 24. September. In dem Zunkunftsvertrag vom 15. Dezember 2010 ist zu lesen, dass eine Anlage 2 dem Vertrag beigefügt ist. Unter Punkt drei, Feuerwehren und Schulen, geht es um bedarfsgerechte Anpassung der Strukturen. Der Samtgemeindebürgermeisterhat aber auf dieser Sitzung eine ganz andere Anlage verteilt, in der unter Punkt 3 von einem Einsparpotenzial von 125 000 Euro die Rede ist und wo es dann heißt „Auflösung der Schulen Soltendieck und Lüder“. Dieses Formular kann also gar nicht die Originalanlage des Zukunftsvertrages sein, denn dann hätten die beiden Ratsherren nicht für den Vertrag gestimmt. Wie meint doch Herr Dobslaw in dem AZ-Bericht vom 24. September: Die Darstrellung der Fakten ist nicht korrekt. Ist denn das gerecht, wenn der Samtgemeindebürgermeister den Eltern und Vertretern ein Formlar vorlegt, was gar nicht aus dem Zukunftsvertrag stammt?

Hans-Otto Bürger,

Lüder

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