Sie schüren Ängste!

Die ehemalige BGS-Unterkunft soll künftig als Quartier für Flüchtlinge dienen. Foto: Schossadowski
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Die ehemalige BGS-Unterkunft soll künftig als Quartier für Flüchtlinge dienen. Foto: Schossadowski

Zum Bericht „Bodenteicher CDU will maximal 150 Flüchtlinge auf ehemaligem BGS-Gelände“ (AZ v. 28. Juli) schreibt Klaus Cichy aus Wieren:.

Herr Formella, ihre Aussagen im Auftrage der CDU-Mehrheitsfraktion im Flecken Bad Bodenteich befremden mich doch sehr. Die Christlich Demokratische Union ist in Bad Bodenteich weit vom Christlichen und Demokratischen entfernt. Ihre Aussagen, Herr Formella, sind reiner Populismus. Sie schüren Ängste in der Bevölkerung und vergiften auch noch die Atmosphäre.

In ganz Deutschland und nicht nur hier, herrscht ein Problem mit der Aufnahme der Flüchtlinge. In Bad Bodenteich bietet sich das ehemalige BGS-Gelände geradezu an, denn irgendwo müssen die Flüchtlinge ja untergebracht werden im Landkreis Uelzen. Auch viele Deutsche waren mal Flüchtlinge und waren froh, irgendwo eine Unterkunft gefunden zu haben. Haben Sie das, Herr Formella, mit ihrer CDU-Fraktion schon vergessen?

Dann ihre Aussage zur Heranziehungssatzung durch den Landkreis. Wahrscheinlich wissen sie nicht, dass dann die Kommunen die gesamten Kosten, abzüglich des Anteils, den das Land uns zur Verfügung stellt, tragen müssen. Das ist ein nicht unerheblicher Kostenaufwand, der auf die Kommunen zukommt, und gerade dem hoch verschuldeten Flecken kann das doch nicht recht sein.

Ich bin der Meinung, der Landkreis Uelzen macht sehr gute Arbeit in Sachen der Flüchtlinge, und die Kommunen sollten den Landkreis bei der Arbeit unterstützen, wo sie nur können, und nicht mit irgendwelchen unsinnigen Forderungen kommen.

Herr Formella, in Zukunft sollten Sie sich bei Ihren Aussagen auch besser informieren, z. B. in Sachen Veränderungssperre. Bevor man mit etwas droht, sollte man wissen, ob diese überhaupt möglich ist – in Bad Bodenteich nämlich nicht.

Sich auf Kosten der Flüchtlinge profilieren zu wollen, ist schon eine geschmacklose Angelegenheit. Ängste wird es verständlicherweise immer wieder geben, aber man muss kein Öl ins Feuer gießen. Besser wäre es, endlich mal die Bevölkerung über den Stand der Dinge vernünftig zu informieren.

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