Schritt in die völlig falsche Richtung

Jan Herrmann schreibt einen Leserbrief zu den geplanten Grundschul-Schließungen:.

Mit großer Bestürzung habe ich der AZ entnommen, dass Herr Ottens, der „Verhandlungsführer des Landes“, im Zuge des Zukunftsvertrags Schließungen von Grundschulen für unabdingbar hält. Wenige Tage zuvor hörten sich die Töne aus Hannover noch ganz anders an. Es war von zirka 90 Einsparungspunkten die Rede, die in den einzelnen Fraktionen diskutiert werden sollten, um die Vorgaben zum Erreichen des Zukunftsvertrages zu erfüllen. Die Schließung der Grundschule Molzen und auch anderer Schulen war damals lediglich ein Punkt von 90. Nun stellt sich die Situation völlig anders dar. Jetzt wird von „unabdingbar“ gesprochen und die Schließung von Grundschulen wird dadurch in den Status einer Voraussetzung zum Zustandekommen des Zukunftsvertrages erhoben.

Wie kommt es in Hannover zu diesem Sinneswandel? War die Schließung von Grundschulen etwa nie ein echter Diskussionspunkt und unser Eintreten für unsere funktionierenden Schulen umsonst? Hat man in Hannover nur abgewartet, wie wir uns als mündige Bürger in dieser Frage verhalten würden? Hat man nun in Hannover gemerkt, wie wichtig uns unsere Grundschulen vor Ort sind und deshalb kurzerhand und nachträglich die Karten neu gemischt?

Warum werden die sicherlich und vor allem relativ grundschulfreundlichen Einsparungsideen der SPD-Fraktion, die in ähnlicher Form auch in den anderen Fraktionen erdacht worden sind, nicht für ausreichend genug erachtet?

Sind also folglich die Schließungen der Grundschulen schon beschlossene Sache? Ich hoffe, vor allem im Interesse unserer Kinder, dass dies nicht der Fall ist!

In meinen Augen wäre es ein Schritt in die völlig falsche Richtung, mit glücklichen Grundschulkindern als Opfer für einen Zukunftsvertrag, um eben dieser Kinder Geld einzusparen.

Jan Herrmann,

Uelzen

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