Schotten dicht bei Regen

Wie geht es mit dem Waldemar in Ebstorf weiter? Die unabhängigen Wählergemeinschaften schlagen eine Erweiterung der Hallenbadsaison vor. Foto: Ph. Schulze

Leserbrief zu den Artikeln „Senking setzt auf Hallenbad“, AZ 14. Januar, und „Von großen und kleinen Lösungen“, AZ vom 18. Januar:.

Die Anregungen des Herrn Senking sind sehr positiv und sollten auch ernst genommen werden. Bevor unnötige Streitereien eskalieren, sollte man vielleicht einige Foren einrichten, die von der Samtgemeinde geleitet werden. Diese Foren sollten im Abstand von zwei bis drei Wochen abgehalten werden, damit auch Bürger, die durch Beruf, Urlaub oder Krankheit verhindert sind, ihre Meinungen und Vorschläge vortragen können. Diese Foren sollten aus den unterschiedlichsten Teilnehmern bestehen, wie zum Beispiel Samtgemeindevertreter, Schwimmmeister, Frühschwimmer, Vertreter der Schwimmvereine oder Vertreter der Schulen.

Auch sollte man über den Tellerrand hinausschauen; wie machen das vielleicht andere Gemeinden oder Bäder? Hier gibt es ein sehr gutes Beispiel vom Staufenbad in Aufham, direkt an der österreichischen Grenze. Das Freibad wurde vor drei Jahren vorbildlich zurückgebaut. Das Nichtschwimmerbecken geht nahtlos ins Schwimmerbecken über und verfügt auch über eine zeitgemäße Rutsche.

Da die heutigen Wetterprognosen ziemlich genau sind, sollte man das Bad in Ebstorf so gestalten, dass man mit Personal und Technik das größte Maß an Flexibilität erreicht. Nach dem Motto, wenn für die nächsten Wochen schlechtes Wetter vorausgesagt wird, Schotten (elektrische Roll- oder Schiebetore) dicht und ab in die Halle. Dazu ist natürlich auch eine opportune Verbindung zwischen Frei- und Hallenbad erforderlich.

Bei Durchführung einer gut durchdachten Planung und Baumaßnahme könnte ein neues Modell für das Ebstorfer Bad sogar ein bundesweites Muster werden. Denn ein Freibad mit integriertem Hallenbad erweitert viele Möglichkeiten. Eins kann wohl nicht in Abrede gestellt werden; und zwar wird ein Bad immer ein Zuschussgeschäft bleiben. Dagegenzuhalten sind aber die ideellen Werte, die zugleich die Lebensqualität erhöhen.

Die Verantwortlichen sollten schon die große Lösung (wie im AZ-Artikel vom 18. Januar geschildert) anstreben, damit das Mögliche auch möglich gemacht werden kann, und oft kommt man nicht auf das Naheliegendste.

Bernhard Schulkowski,

Gerdau

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