Schließungen ohne Vorteile

Zur Diskussion um die Zukunft der Grundschulen in Uelzen schreibt Frauke Siebert aus Holdenstedt:.

Fast alle der Varianten ziehen es vor, die kleinen, bereits sehr gut ausgestatteten Ortsteilschulen zu schließen und andere Schulen unter hohem Geldmittelaufwand umzubauen, um sie an die Bedürfnisse anzupassen. Die derzeitigen und zukünftigen Schüler könnten jedoch problemlos auf die anderen Schulen aufgeteilt werden, ohne dass sie deutlich längere Schulwege hätten. Ein Ziel der Schulentwicklungsplanung ist es angeblich, möglichst optimale Lernbedingungen zu schaffen – dazu gehören meines Erachtens auch kurze Schulwege ohne Transportproblematiken. Des Weiteren sind Immobilien in der Innenstadt deutlich besser zu verkaufen als Schulgebäude in Ortsteilen, zumal wenn sie über gute Anbindungen an den öffentlichen Nahverkehr und eigene Parkplätze verfügen.

Eine Umstrukturierung der Schulen sollte ja wohl eher aufgrund von Wirtschaftlichkeit und Machbarkeit erfolgen, unter der Berücksichtigung der Bedürfnisse der Grundschüler. Ist es wirtschaftlich, ein Schulgebäude unter hohem Kostenaufwand zu renovieren und umzubauen, wenn andernorts bessere Gegebenheiten zu finden sind?

Die Machbarkeit bezieht sich auf die Grundschüler. Ist es sinnvoll, den Erstklässlern, für die ohnehin schon alles neu und ungewohnt ist, noch einen beschwerlicheren Schulweg aufzuerlegen? Die Holdenstedter, Borner, Klein Süstedter, Veerßer und wohl auch die Molzener Grundschulkinder müssten mit dem Bus nach Uelzen fahren. Wobei die Zahlung und Umsetzung der Fahrkosten noch nicht diskutiert wurden. Da fragt man sich doch, wie man auf solche Ideen kommen kann, die aus wirtschaftlicher Sicht vollkommen sinnlos sind.

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