Leserbrief

Ein schlechter Tag für Wieren

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Am vergangenen Freitag hat auch in Wieren die die Filiale der Sparkasse endgültig geschlossen.

Zur Schließung der Sparkassenfiliale in Wieren am vergangenen Freitag schreibt Claus Cichy aus Wieren: Der 12. Januar war für Wieren ein schlechter Tag. Es wurde die Filiale der Sparkasse für immer geschlossen.

Es bleibt nicht mal der Geldautomat und Kontoauszugsdrucker, selbst dass nimmt man in Wieren den Kunden.

Leider nicht nur in Wieren, auch andere Orte sind betroffen. Kundenfreundlichen Service gibt es nicht mehr, es geht nur noch um das liebe Geld zu Gunsten der Sparkasse. Der Mensch zählt nicht mehr. Es trifft ja wieder einmal die älteren Mitbürger, aber dass scheint im Vorstand der Sparkasse, oder wer auch immer diese Schließung beschlossen hat, niemanden zu interessieren. Mit den älteren Kunden ist ja auch kein Geld mehr zu verdienen, die brauchen keine Kredite mehr oder legen noch hohe Summen an. Erfreulich ist wenigstens, dass die Mitarbeiter nicht entlassen werden und in anderen Filialen unterkommen.

Trotzdem hat die ganze Sache einen faden Beigeschmack und ist einfach nur aus reiner wirtschaftlicher Erwägung heraus getroffen worden. Natürlich muss ein Kreditinstitut Gewinne machen, aber das Zwischenmenschliche sollte trotzdem nicht auf der Strecke bleiben. So ist es aber leider geschehen, und ich glaube die Entscheider dieser Schließungen haben dabei noch nicht einmal ein schlechtes Gewissen, warum auch, die guten Gehälter sind auch ohne die Filialen gesichert. Erst die Schließung der Volksbank und jetzt die Sparkasse. Nun sind wir in Wieren ohne Bankfiliale. Aber vielleicht sollten die Banker nochmal in sich gehen und über einen Geldautomaten für Wieren nachdenken, vielleicht auch nur um ihr Gewissen zu beruhigen.

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