Leserbrief

Schlechte Technik und Vorbereitung

Voodoo-Lounge-Sängerin Christina Rausch kritisiert die Organisation des Stadtfestes und die Unannehmlichkeiten für ihre Band:

Nein, auch für die Band Voodoo Lounge war nicht alles eitel Sonnenschein an diesem denkwürdigen 7.Juli, als sie auf dem Stadtfest Uelzen auftreten sollte. Ich, als Bandmitglied und geborene Uelzenerin freute mich besonders darauf. Wir waren bereits um 18 Uhr vor Ort, spielen sollten wir ab 22 Uhr. Leider durften wir erst 45 Minuten vor Beginn unseres Konzerts überhaupt ins Backstage, ansonsten warteten wir halt an irgendwelchen Buden auf unseren Einsatz. Als wir nun endlich fertig umgezogen auf die Bühne wollten, konnte man aus den Lautsprechern vorn weder die Bassgitarre, noch die beiden weiteren Gitarren vernehmen, wohl aber aus unserer Bühnenanlage. Die Anlage, die uns die Uelzener Organisatoren zur Verfügung gestellt hatten, war eindeutig defekt. Der verantwortliche Herr äußerte mir gegenüber wortwörtlich: „Wahrscheinlich Kriechstrom, da kann ich Euch eh nicht auf die Bühne lassen“. Die Monitore für den Backgroundgesang fehlten gänzlich, obwohl vertraglich vereinbart. Wir stehen seit genau 15 Jahren auf der Bühne, aber so etwas hatten wir noch nie erlebt. Eine Stunde lang wurde von den beiden Stadtfest-Technikern versucht, Strom zu bekommen. Vergebens. Mir besonders peinlich, da dies meine Heimatstadt ist und viele Bekannte und Verwandte gekommen waren. Uns dann aber die „Schuld“ in die Schuhe zu schieben, ist absolut unfair, wo der Fehler eindeutig und ausschließlich beim Veranstalter lag. Wir haben übrigens am nächsten Tag in Hannover gespielt. Ich muss es nicht erwähnen: Toller Sound, tolle Betreuung, tolles Catering. Es geht also auch anders. Nichts davon in Uelzen, noch nicht mal eine Kiste Wasser für die Bühne. Schön wäre es, wenn man Fehler auch eingesteht und in zwei Jahren ein verbessertes Konzept hätte. Wir würden nämlich gern mal in Uelzen spielen und nicht herumstehen.

Christina Rausch, Brauschweig

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