Schlechte Eigenwerbung

Leserbrief zum Artikel „Pflege mit Stoppuhr“, AZ vom 22. August:.

Ich war in den letzten Wochen bei einigen Wahlveranstaltungen meiner SPD, zuletzt im Kurhaus in Bad Bevensen. Diese Veranstaltung erfolgte in Zusammenarbeit mit der AWO , sodass man zumindest von einem 50-Prozent-Wahlkampf sprechen kann. Wenn das Wahlkampf sein soll, ist es für mich kein Wunder, dass die SPD keine Wahl mehr gewinnt.

Es wurde geredet und geredet, aber nicht einmal fiel die ganz einfache Bemerkung: Wenn ihr was ändern wollt, müsst ihr auch die SPD wählen. Es waren zahlreiche Damen unter den Anwesenden und wenn ich dann lese, dass überwiegend Frauen die Merkel wählen, finde ich diese Aufforderung besonders wichtig, um sie von ihrer Geschmacksverirrung zu heilen.

Wenn ich dann noch etwas von Koalitionsverhandlungen mit der CDU höre, platzt mir gänzlich der Kragen. Dann lieber Verhandlungen mit den Grünen und den Linken. Sollten nach der Wahl mit der CDU Koalitionsverhandlungen erfolgen, werde ich garantiert zum 1. Januar 2014 aus der Partei austreten.

Wilfried Kuhn,

Linden

Leserbrief zum Artikel „Schwarz-Gelb baut den Vorsprung aus“, AZ vom 22. August:

Für mich ist es unbegreiflich, wie Schwarz-Gelb im Wahltrend von „stern“ und RTL zusammen auf 47 Prozent kommt und damit vier Punkte vor SPD, Grünen und Linkspartei liegt, die zusammen 43 Prozent erreichen.

Laut anderen Umfragen sind 70 Prozent der Wähler mit der Leistung der Bundesregierung unzufrieden. Die Bilanz der schwarz-gelben Regierung unter Kanzlerin Merkel fällt in den letzten vier Jahren fast nur negativ aus. Unser Finanzminister Schäuble fährt zurzeit einen Zickzack-Kurs in der Griechenlandhilfe. Nach der Wahl werden verfassungswidrige weitere Milliarden verbrannt und der Rentner in Westen wird schamlos mit einer 0,25-Prozent-Rentenerhöhung abgespeist.

1,7 Millionen in Deutschland arbeiten weit unter 8,50 Euro, 7 Millionen arbeiten in 450 Euro-Jobs, viele Arbeitnehmer beziehen vorzeitig eine Erwerbsminderungsrente und erhalten trotz 30 oder mehr Beitragsjahren aufgrund des geringen Verdientes nur 500 bis 600 Euro Erwerbsminderungsrente. 15,8 Prozent der deutschen Bevölkerung sind von Armut bedroht, circa 4 Millionen Arbeitslose, die Arbeitslosenstatistik wird nicht wahrheitsgemäß ausgewiesen. Im Gesundheitsbereich werden fortlaufend Kürzungen vorgenommen. Man fragt sich, wie soll es weitergehen?

Wann wacht der Deutsche aus seinem Dornröschenschlaf endlich auf und erkennt diese Missstände.

Herbert Seerau,

Bad Bevensen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare