Mit Schläuchen in Gärten

+
Mehrfach mussten die Feuerwehren zu Nachlöscharbeiten zur ausgebrannten Scheune anrücken.

Zum Scheunenbrand im Bad Bevenser Ortsteil Medingen schreibt Anke Zimmermann aus Berlin:

Ein großer Dank an die Einsatzkräfte, die in der Nacht auf Samstag und noch bis Sonntag Schlimmeres verhindert haben. Nach vielen Stunden des Bangens konnten die Bewohner der umliegenden Häuser noch etwas Schlaf finden. Im ersten Kurzbericht der AZ fand ich allerdings bemerkenswert, dass den Anwohnern „Katastrophentourismus“ vorgeworfen wurde.

Ich finde Gaffer schlimm und es geht gar nicht, dass durch Voyeurismus Einsatzkräfte behindert werden, aber in diesem Fall muss ich sagen, dass die Anwohner tatsächlich anderes zu tun hatten. Diese standen teilweise mit Schläuchen in ihren Gärten und hofften, dass nach der wochenlangen Trockenheit ihre Dächer und Gärten kein Feuer fingen, denn in großen Teilen der gegenüberliegenden Siedlung und wohl auch des Bahndammes und der Wiesen „regnete“ es noch glühende Halme und Stücke von der zerstörten Photovoltaikanlage.

Am Samstag kam es durch die Aufräumarbeiten und wohl auch immer wieder durch aufglimmende Herde zu starker Aschebelastung. Viele mussten ihre Fenster schließen – und das bei den hohen Temperaturen. Da der Passus wieder gestrichen wurde, denke ich, dass man über die Formulierung dankenswerterweise etwas genauer nachgedacht hat.

Anmerkung der Redaktion: Der Passus stand in der ersten Online-Berichterstattung der AZ nach entsprechenden Augenzeugenschilderungen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.