„Schildbürgerei made by Uelzen“

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Der geplante Hauptmieter Media Markt hat dem Marktcenter in Uelzen eine Absage erteilt. Das Projekt steht auf der Kippe. Leser der AZ äußern sich per Leserbrief oder im Internet.

Zur Berichterstattung über den Rückzug des Media Marktes aus dem geplanten Marktcenter und dazu, dass der Bau des Centers auf der Kippe steht, erreichten die AZ viele Meinungen in unterschiedlichen Foren.

• Als Leserbrief:

Ich hätte da einen Alternativvorschlag für den Platz. Der Wochenmarkt könnte zurück. Platz genug ist jetzt da, da ja alle Bäume schon weg sind. Zusätzlich könnte doch der Schuttberg vom Katasteramt dort verteilt werden. Der Brunnen vom Schnellenmarkt findet sicherlich auch ein schönes Plätzchen dort. Zusammengefasst könnte man auch sagen, dass die Stadt Uelzen einfach als Ganzes etwa 200 Meter nach links rückt.

Alexander Bollmeier

Wrestedt

• Auszüge aus Kommentaren auf der Internet-Seite www.az-online.de – die Kommentatoren nutzen dabei oft sogenannte „Nicknames“, also Pseudonyme:

Ich hab‘s gewusst! Ist doch auch unnötig ...käme eh nur Mist rein. „FoolsGold“

Wenn ich bedenke, was (rückschauend!) alles Positives über dieses neue Einkaufszentrum verbreitet wurde . . . alles nur heiße Luft! [...] Wieder einmal eine „Schildbürgerei made by Uelzen“. Vielleicht sollte man sich einfacheren Dingen zuwenden, die dann vielleicht auch durchzusetzen sind, hier nur ein paar Beispiele: Die Pinkelecke an der Kaufhallenruine (sie stinkt ekelerregend über weite Teile der Lüneburger Straße!), der Schuttberg des ehemaligen Katasteramtes, die Sicherung des ÖPNV, die Beseitigung der Baulücken (der Krieg ist seit 1945 vorbei!), die Ansiedlung von Gewerbetreibenden, die die Uelzener bestimmt begrüßen würden (nicht nur Jeans-Ketten und andere Filialisten), damit endlich die Schaufenster mit ungefakten Inhalten gefüllt werden; und einen fähigen Menschen an die Spitze des sogenannten City-Managements. „WilhelmStiesHH“

Ich bin nicht wirklich überrascht, ich hätte es eh erst geglaubt, wenn es fertig gewesen wäre. Wieder mal ein Beweis dafür, dass in der Uelzener Politik mehr Schein als Sein herrscht und immer mal wieder das Fell des Bären verteilt wird, bevor er wirklich erlegt ist. Spätestens nach den Problemen mit den Kosten werden bei vielen wohl in diesem Fall die Alarmglocken geklungen haben. Aber immerhin haben wir ja zwei neue Kreisverkehre, das ist ja schon mal was. „Sorron“

Tja, die Uelzener Schildbürger treiben wieder ihr Unwesen! Wen überrascht die nächste Lachnummer wirklich noch? Nach meiner These bekommt jeder, was er verdient! Einer der ersten Angebotsabgeber und äußerst seriöser Unternehmer wurde von den Obersten nicht erwählt – und genau dieser baut jetzt gerade in Lüchow ein durchdachtes EKZ! „Dirk Damaschke“

• Kommentare auf Facebook (www.facebook.com/az.online, auch hier werden zum Teil „Nicknames“ benutzt):

Das wäre eine neue Riesenchance für Uelzen gewesen. Nun haben wir nur noch C&A. Hauptsache die springen nicht auch noch kurzfristig ab. Sigrid Heitmann-Schulz

Sind wir mit Euronics nicht gut bedient? Soll man sich doch mal mehr Gedanken machen um die Innenstadt! Die ehemalige Kaufhalle steht immer noch leer... [...] Mit Supermärkten sind wir in Uelzen doch wohl gut bestückt. Baumärkte genügend! Andere stehen auf der Kippe, und auf der anderen Seite soll neu gebaut werden... wofür... für Leerstände? Macht nen Kurpark draus mit Springbrunnen zum Verweilen. Marlies Ziegeler

Die großen Handelsketten wollen Geld verdienen, dafür ist eine Kleinstadt wie Uelzen wenig geeignet. Es geht überall nur noch um Rendite und zufriedene Aktionäre. Uelzen ist doch kein Einzelfall, nur die Herren im Rathaus sind fern jeder Realität. Sie machen die Stadt zu einer Soap mit schlechtem Drehbuch... Elke Marks

War ja klar. Ohne Worte, Uelzen! ihr macht zu viel falsch. Timon Ernst

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