Leserbrief

Schädigung der Geschäfte

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Wer im Uelzener Marktcenter parkt, muss achten, in welcher Etage er steht – denn nicht überall darf man ohne Zeitlimit stehen. 

Die Parksituation im Marktcenter sorgt weiter für Diskussionsstoff unter den AZ-Lesern. So meint Imke Plaggemeyer aus Uelzen:

Im größten Weihnachtsstress war es soweit: Wir haben, vertieft ins Gespräch, vergessen auf Etage 4 im Marktcenter für die Zeit unseres Einkaufs die Parkscheibe rauszulegen. Und zack: Wir und mindestens eine andere Dame wurden dabei „erwischt“ und hatten ein Knöllchen an der Scheibe.

Auf Nachfrage beim Rewe-Infostand hieß es „nicht zuständig“. Der Marktleiter hätte zwar schon das Gespräch mit der Stadt gesucht, leider ohne Erfolg. Wir wendeten uns also direkt an die Stadt, um eine Rücknahme des Verwarnungsgeldes zu erwirken. Auch das ohne Erfolg. Begründung: Alle Verkehrsteilnehmer müssten gleich behandelt werden. Nun gut – Vergesslichkeit muss wohl bestraft werden.

Was uns jedoch nicht in den Kopf will: Was hat die Stadt überhaupt mit der Parkscheibenregelung auf Etage 4 zu tun? Ist die Erhebung des Verwarnungsgeldes nicht eher eine Schädigung der Geschäfte im Marktcenter?

Das Parkhaus verfügt über zehn Decks, auf denen ab Deck 5 unbegrenzt gehalten werden kann. Die Plätze auf Deck 4 scheinen hauptsächlich für Rewe-Kunden gedacht und sind dementsprechend zeitlich begrenzt. So etwas gibt/gab es bei vielen Supermärkten in Uelzen. Nachvollziehbar und kontrolliert durch die Geschäfte selbst. Wenn ich jedoch die Parkscheibe mal vergesse, könnte ich durch meinen Einkaufsbon nachweisen, dass ich im Geschäft eingekauft habe und ihm mit meinem Parken keinen „Schaden“ zugefügt habe. Besonders wenn Kunden von außerhalb kommen, suchen sie sich einen parktechnisch unkomplizierten Supermarkt.

Dies haben wir mittlerweile von mehreren Leuten im Bekanntenkreis gehört. Die Stadt möchte Kaufkraft in die Innenstadt holen – ins Marktcenter holt sie die Kunden mit solchen Methoden nicht.

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