Sauberkeit ist ein Geschäft

Hans-Joachim Flindt aus Bad Bevensen schreibt zu dem politischen Beschluss, die Straßenreinigungsgebühren in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf zu erhöhen (AZ vom 20. März 2015):

Der Fahrer steht unter Zeitdruck, weil in der Anfangsphase durch einen Beifahrer die Zeit ermittelt wurde, und diese per GPS überwacht wird. Anscheinend darf er nur die Außenbürste zur Hälfte einsetzen und damit wird nur 12 Zentimeter vom Bordstein gereinigt. Er fährt mit circa 20 km/h seine Tour und spart damit Zeit, zumal parkende Fahrzeuge großzügig umfahren werden und dann die Außenbürste eingefahren wird.

Jedes Jahr werden diese Arbeiten neu ausgeschrieben. Im Herbst ersticken wir an Laub, da der Wind alles verweht und bei Frost und leichtem Schneefall die Reinigung eingestellt wird. Wie schön sauber waren die Straßen, als wir noch den Besen und Rechen schwangen und selber reinigten.

Der Kommerz beschert uns Dreck, und wir müssen auch noch dafür zahlen. Seit die Straßenreinigung an private Hand und auswärtige Anbieter gegeben wurde, ist die Sauberkeit nur noch Geschäft.

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