AZ-Leserbrief

„Rücksichtnahme gegenüber allen Lebewesen“

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Die moderne Technik macht's möglich: Landwirt Henning Koch (Foto) aus Drögennottorf lässt seine Wiesen vor dem Mähen von einer Drohne abfliegen und rettet somit Tiere vor den Messern der Mähwerke.

AZ-Leser Jörg Grützmann schrieb einen Leserbrief zum Artikel „Drohnen retten Rehkitze“, AZ vom 5. Juni:

Die Rettung von Rehkitzen mittels Drohnen ist in Ordnung. Es geht hier um Ethik und Tierschutz. Das darf aber nicht dazu führen, dass Vögel darunter leiden.

Wenn Landwirte zusätzlich Plastik um die Zaunpfähle wickeln, und sei es auch nur für ein oder zwei Tage, können die sehr selten gewordenen Arten wie Braunkehlchen, Schafstelze und Wiesenpieper diese für sie so wichtigen Übersichtspunkte nicht mehr nutzen.

Daher meine Bitte: Der Drohneneinsatz muss ohne zeitliche Verzögerung unmittelbar vor der Mahd erfolgen – ohne Plastik in der Landschaft. Viel besser wäre übrigens ein langsameres Mähen der Flächen, wie es ja früher auch möglich war. Eine Rücksichtnahme gegenüber allen Lebewesen (nicht nur Rehen und Hasen) ist angezeigt.

Jörg Grützmann, Oldenburg

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