Rüben auf die Schiene

Zum Artikel „Saure Mienen um die süße Fracht“ vom 28. September 2011

Ich bin entsetzt und verärgert über die Argumentation des Nordzucker-Werkleiters Sven Buhrmann: Das ist geradezu lächerlich! Der Einzugsradius des Uelzer Werkes ist in den letzten Jahren durch die Schließung aller Werke in der „Umgebung“ derart riesig geworden, dass die Anlieferungs-Lkw eine absolute Überlastung für die Straßen unseres und der Nachbarlandkreise darstellen!!! Dass es „jedes Jahr nur sehr wenige Unfälle“ gibt, was ja ein sehr „dehnbarer Begriff“ sein kann, liegt meiner Meinung nach an der zumeist sehr umsichtigen und situationsangepassten Fahrweise aller anderen Verkehrsteilnehmer im Landkreis Uelzen! Die Tranport-LKW sind in teilweise katastrophalem technischen Zustand und hoffnunglos überladen dazu. Was mich besonders ärgert, ist die Tatsache, dass die massiven Schäden an den Straßen im Landkreis zu Lasten der Bürger nach der Kampagne ausgebessert und repariert werden. Man sollte der Nordzucker pro Kampagne mindestens 3 Millionen Euro für die Instandsetzung der Straßen in Rechnung stellen, dann wäre der Transport der Rüben per Lkw plötzlich auch gar nicht mehr so günstig! Die Aussagen des VCD-Vizechefs Hans-Christian Friedrichs sind absolut plausibel und sprechen mir aus der Seele!!! Ein Transport der Rüben über die Schiene ist die einzig passable Art, die Rüben möglichst gefahrlos für die Mitmenschen und ohne Behinderungen und Unfälle im Straßenverkehr zum Uelzer Nordzucker-Werk zu transportieren! Wenn der Lkw-Transport sich durch Kostenumlage wie oben beschrieben drastisch verteuern würde, wäre der Anreiz des Schienentransports doch gleich viel größer! Und der Umwelt käme das zusätzlich zugute!

Astrid Rosenbrock

Wrestedt

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