Richtiger Gebrauch eine Glückssache!

Gedanken zum Leserbrief zu „Gedanken zu Briefen Borvin Wulfs: ,Fremdworte sind Glückssache’“, AZ vom 18. August:.

Ja, was denn nun?

Herr Hess behauptet, Borvin Wulf habe uns „mit in der Sache völlig unpassenden Fremdworten traktiert“. Denn da sei – in seinen Leserbriefen – „die Rede von Pro-A-39-Apologeten“. Ein Apologet sei jemand – klärt Herr Hess die AZ-Leser oberlehrerhaft auf, „der eine bestimmte Anschauung mit Nachdruck vertritt“. Anstatt Apologeten könne man „sinngemäß auch von A-39-Befürwortern sprechen“.

Ja und? Wo ist das Problem? Sind die Befürworter (Apologeten) der A 39 nun Befürworter, also Apologeten der A 39, oder sind sie es nicht? Selbstverständlich sind sie es, und deshalb passt Borvin Wulfs Charakterisierung auch wie die Faust auf’s Auge.

Gleichermaßen verhält es sich mit der „putativen Notwehr“ des niedersächsischen Landesvaters McAllister. Es ist doch offensichtlich, dass er mit seinen sich häufenden öffentlichen Bekenntnissen zur A 39 den Eindruck erwecken will, dass man sich als A-39-Befürworter vermeintlich wehren müsse gegen die Überzeugungskraft der Argumente der A-39-Gegner.

Nichts anderes drückt also der Gebrauch des Begriffs „putative Notwehr“ aus. Ergo: Der richtige Gebrauch von Fremdworten kann durchaus eine geglückte Glückssache sein. Nicht anders wird das sicher auch der ehemalige Deutschlehrer von Herrn Hess verstanden haben, dessen tieferen Sinn Herr Hess aber bis heute offenbar nicht verstanden hat.

Prinzipiell das gleiche gilt übrigens für die Behauptung von Herrn Hess, Herr Wulf mache in seiner Polemik „alle“ – unabhängig deren Parteizugehörigkeit – nieder, die nicht seinem „politischen Gusto“ entsprechen.

Kann Herr Hess, um ein geflügeltes Wort einmal etwas weiter zu fassen, nicht bis drei zählen? Die Linkspartei (PDL) und die Piraten, die es unserer Kenntnis nach auch im Landkreis Uelzen geben soll, hat Herr Wulf in seinen Leserbriefen noch nie erwähnt. Da wir aufmerksame AZ-Leser sind, wäre es uns bestimmt aufgefallen.

Uns sind bisher in den lesenswerten Leserbriefen von Herrn Wulf lediglich die CDU, die SPD, die FDP und die UWG im Zusammenhang mit der geplanten Autobahn 39 negativ aufgefallen.

Fazit: Mit den Kenntnissen und der Bildung von Alexander Hess scheint es wirklich nicht weit her zu sein. Nicht hinreichend waren Fachwissen, politische und sonstige Bildung nicht nur zu der Schulzeit von Herrn Hess. Sie sind es offensichtlich noch immer auch in der heutigen Zeit.

Christa und Jürgen Rattay, Hamburg

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