Region wird abgehängt

Wann der erste Spatenstich für die Autobahn 39 getan wird, ist noch unklar. Mit dem Baustart wird frühestens 2017 gerechnet – sehr zum Leidwesen von AZ-Leser Michael Nagel. Foto: dpa
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Wann der erste Spatenstich für die Autobahn 39 getan wird, ist noch unklar. Mit dem Baustart wird frühestens 2017 gerechnet – sehr zum Leidwesen von AZ-Leser Michael Nagel. Foto: dpa

Michael Nagel aus Himbergen schreibt zum Bericht „A39 Baustart frühestens 2017“ (4. Juni 2015) über die voraussichtliche Verzögerung für den Baubeginn der Autobahn zwischen Lüneburg und Wolfsburg:.

Ihr Artikel zum Thema „A39 Baustart frühestens 2017“ macht mich traurig, fast schon wütend. Die scheinbar zwingende Kosten-Nutzen-Analyse im deutschen Verkehrswegerecht erleichtert also eher den Bau einer weiteren Autobahn im verstopften NRW (die sollen wirklich mehr Bus und Bahn fahren – ich komme ja daher und kann das gut beurteilen) als in unserer Region, die so langsam aber sicher immer mehr abgehängt wird von der wirtschaftlichen und demografischen Entwicklung Gesamtdeutschlands.

Ich sehe hier fast einen Verfassungsbruch gegen das Gebot, gleiche Lebensverhältnisse herzustellen (Art. 72 Abs 2 Grundgesetz). Gute Infrastruktur, sei es im Verkehrsnetz, bei Schulen oder auch bei den Datennetzen, ist eine notwendige Voraussetzung für eine Zukunft der ländlichen Regionen, besonders in Zeiten des demografischen Wandels. Hier wird von Land und Bund zu wenig getan. Was sagen wir unseren Kindern auf die Frage, warum sie im Landkreis Uelzen, oder in Lüchow-Dannenberg oder Salzwedel bleiben sollen?

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