Radweg wäre vernünftig

Die Lehmker wollen einen Radweg nach Groß Liedern – richtig so, meint AZ-Leser Frank H. Nierath. Archivfoto: Bleuel

Über den Bericht „Lehmker demonstrieren für Radweg“ (AZ vom 12. März 2015) macht sich Frank H. Nierath aus Ostedt folgende Gedanken:.

Jeder vernünftig Denkende kann dem Ansinnen der Lehmker Bevölkerung nur zustimmen, wenn man nur einmal die morgendlichen Rennfahrten zwischen Lehmke und Groß Liedern beobachtet hat. Die Verführung ist auch groß: Bis auf die Kurve kurz vor Lehmke besteht die Strecke nur aus einem winzigen schnurgeraden Verlauf.

Dabei gilt grundsätzlich das Gesetz der Dreizahl: Rechts fährt der Radfahrer, der von einem Fahrzeug überholt wird, während sich noch der Gegenverkehr dazugesellt. Warum sollte die Zahl nicht gleich auf Vier erhöht werden, indem sich auch auf der linken Fahrspur ein Überholvorgang abspielt?

Kurz gefasst: Es muss ein Radweg her, der dem Umweltschutzgedanken Rechnung trägt, denn ein Radweg zwischen Lehmke und Groß Liedern schont im Gegensatz zur ebenfalls diskutierten A 39 die Umwelt. Dabei geht es wirklich nur um 600 Meter, denn, wie der AZ-Bericht zurecht ausführt, kann der asphaltierte Wirtschaftsweg nach Groß Liedern von den Radfahrern problemlos genutzt werden.

Und das Argument, dass jetzt ja auch fast kein Radfahrer die Rennstrecke zwischen beiden Orten nutze, kann man nicht gelten lassen: Denn welcher verantwortungsbewusste Elternteil lässt sein schulpflichtiges Kind auf dieser gefährlichen Rennstrecke zur Schule nach Uelzen fahren?

Ich bin mir sicher, dass man, wenn es irgendwann einmal einen Radweg geben sollte, morgens Schulkinder aus der Samtgemeinde Aue mit dem Fahrrad zur Schule fahren sieht. Diese Möglichkeit bleibt ihnen derzeit noch verwehrt. Schließlich gibt es auf der Alternativstrecke zwischen Wieren und Uelzen, die noch weitaus mehr befahren wird und für Fahrradfahrer nun wirklich völlig ausgeschlossen ist, auch keinen Radweg...

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