Probleme in Ruhe lösen

Leserbrief „Reese fordert Energiewende“ (AZ vom 13. April):

Es wird bald wieder gewählt, also müssen die Parteien damit beginnen, sich mit den Wählern gut zu stellen. Da kommt das grauenvolle Desaster von Fukushima gerade Recht. Niemand muss Energiewenden mehr fordern, um sich einen guten Namen zu machen, diese ergeben sich nun von selbst, liebe Herren Politiker! Ich kann mich noch gut an einen Artikel in der AZ vor einigen Jahren erinnern, in welchem Herr Reese sich vehement gegen die, so wörtliche „Verspargelung“ der Region, bzw. der Landschaft allgemein , eingesetzt hat.

Was soll man davon halten? Es ist ganz klar, dass wir umdenken müssen seit der japanischen Katastrophe, aber ob der plötzliche Wandel, die Windenergie so sehr in den Fokus zu rücken, auch eine Wahltaktik ist, wage ich zu vermuten. Ist der Gedanke, vermehrt Windenergie zu produzieren, auch wirklich bis zu Ende gedacht und sind die möglichen Risiken, die damit verbunden sind, auch allen bekannt? Um die Energie beispielsweise aus den Offshore-Anlagen weiter zu transpsortieren, müssen an Land riesige Kabel verlegt werden, die Wärme abstrahlen und zur Verödung (Austrocknung) der Böden führen.

Ganz zu schweigen von all den Kindern, die durch den Elektrosmog an Leukämie erkranken werden, so ein Hämatologe aus Hamburg, mit dem wir kürzlich ein interessantes Gespräch hatten. Man sollte in Ruhe abwägen, welche Strategien eingesetzt werden sollen, um das Problem zu lösen. So viel Zeit muss einfach sein. Ich hoffe sehr, dass die zur Verfügung stehenden Alternativen zur Energiegewinnung bis ins letzte Detail überprüft werden und eine Methode ausgewählt werden wird, die das geringste Risiko für die Menschen birgt.

Marie-Luise Stünkel

Langenbrügge

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare