Problem wird nur verschoben

Dr. Claus von Schroeder aus Bad Bevensen, einer der Badeärzte, die ihren Dienst quittiert hatten, schreibt zum Bericht „Wir sind nicht geldgeil!“ (AZ, 12. September):.

Auch wenn die Politik der Stadt glaubt, durch kurzfristigen und übereilten Aktionismus aus dem Schneider zu sein, indem sie einen berenteten Badearzt rekrutiert, so habe ich da meine Zweifel, ob es langfristig ausreichen wird, der Stadt den Titel „Bad“ zu erhalten. Dazu muss mindestens ein zweiter Badearzt in Niederlassung her. Durch eine Ausnahmegenehmigung des Heilbäderverbandes gelingt dies für zwei Jahre. Und dann? Die Politiker, allen voran Herr Kammer, hätten besser auf die alteingesessenen Badeärzte hören sollen, um kurzfristig die Fremdenverkehrsabgabe zu ändern. Dann hätte man zumindest drei von vier vorhandenen Badeärzten halten können. So kommt es nur zu einer Verschiebung des Problems um zwei Jahre. Kollege Vietor möge sich doch bitte heute schon mal ausrechnen, wie hoch seine Fremdenverkehrsabgabe sein wird, wenn er mit dem Vorteilssatz von 25 Prozent auf den gesamten Umsatz des Medizinischen versorgungszentrums belangt wird. Herzlichen Glückwunsch zur Niederlassung!

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