Das Problem mit dem Halter

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Eine Kastrationspflicht für Katzen würde Sabine Krummbacher zwar begrüßen, aber die Umsetzung wird ihrer Meinung nach sehr schwierig.

Zum Artikel „Ein massives Problem“ (AZ vom 8. Mai) und zur Forderung nach einer Kastrationspflicht für Katzen schreibt Sabine Krummbacher aus Bienenbüttel:

Ich begrüße sehr den Vorstoß, eine Kastrationspflicht für Katzen einzuführen – wenn es nach mir geht, im gesamten Landkreis, im gesamten Bundesland und noch besser in ganz Deutschland!

Allerdings wird es doch an der Umsetzung scheitern, da es bisher kein funktionierendes Konzept gibt, um diese umzusetzen. Wie will man denn den Halter einer Katze ausfindig machen? Und wie will man kontrollieren, ob die Katzen kastriert sind?

Wenn ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes nun eine trächtige Katze irgendwo herumlaufen sieht, was würde er dann tun? Diese verfolgen, bis sie hoffentlich irgendwann zu ihren Haltern zurückkehrt und dann ein Bußgeld aussprechen? Die Katze einfangen und nach einer tierärztlichen Untersuchung vielleicht feststellen, dass es ein Zuchttier ist, dass Junge bekommen „darf“? Das ist doch alles lächerlich und nicht zielführend.

Das Problem ist doch, dass viele dieser Katzen überhaupt keine Halter haben, die man zur Verantwortung ziehen könnte.

Und da muss angesetzt werden, zum Beispiel mit einer Haustiersteuer, deren Zweck es dann auch sein kann, dass Einnahmen hieraus für den Tierschutz und die Kastration wilder Katzen verwendet werden. Damit dämmt man das Problem langfristig zumindest ein.

Aber auch dies lässt sich nur durchsetzen, wenn endlich der elendigen Vermehrung von Tieren ein Ende bereitet wird. Solange Katzen und auch Hunde für wenig Geld an jeden verschachert werden, wird es auch dieses Problem geben.

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