Praxisfremde Darstellungen

Leserbrief zum Artikel ,,Ist B-4-Ausbau Alternative zur A 39?“, AZ vom 10. September:.

Ich halte die von Herrn Prof. Gather ausgeführten Argumente zum Bau der A 39 für unverantwortlich gegenüber der großen Mehrheit im Kreis Uelzen. Insbesondere gegenüber der Bevölkerung im Südteil des Kreises Uelzen. Welches Menschenbild hat Herr Gather, wenn er behauptet, egal ob 14 000 oder nur noch 9000 Lkw durch einen Ort fahren, laut ist es trotzdem? Für die Betroffenen ist es von der Lärmbelästigung und von den Emissionen her schon ein gravierender Unterschied.

Auch die These der Auswirkungen für die wirtschaftliche Entwicklung ist aus seiner Sicht praxisfremd dargestellt. Die Gegner der A 39 sollten sich endlich einmal vor Ort mit denen an einen Tisch setzen, die Erfahrungen mit den Auswirkungen von Autobahnen für die Wirtschaft haben: Die Bürgermeister, Wirtschaftsförderer, Handwerker und Betriebsinhaber zeichnen überall ein positives Bild für den Erhalt und die Ausweitung von Arbeitsplätzen.

Außerdem ist die Darstellung im Artikel, dass die B 4 beim Ausbau der A 39 zur Kreisstraße zurückgestuft wird, definitiv falsch.

Die Autobahngegner bedienen sich immer wieder der Argumente der gleichen Wissenschaftler, die sehr theoretisch sind. Der zunehmende Lkw-Verkehr auf der L 270 ist für die Bewohner im Südteil des Kreises eine starke Belastung und für den Wert ihrer Grunstücke sehr problematisch. Ein Ausbau der B 4 würde dies noch verstärken und keine Entlastung bringen. Übrigens haben kürzlich mit Spediteuren geführte Gespräche ergeben, dass sie aus Gründen der Zeitersparnis und damit verbundener Kosteneinsparung gern Maut für die A 39 bezahlen, um damit schneller zum Logistik-Zentrum Magdeburg zu kommen. Da ich die Menschen im Blick habe, schließe ich mich gerne dem Apell der vor kurzem Pro Autobahn in Seehausen stattgefundenen Demonstration an: ,,Lasst uns endlich anfangen!“

Claus-Dieter Reese,

Bad Bodenteich

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