AZ-Leserbrief

Politik hat die Chance vertan

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Der Herzogenplatz ist für manche Uelzener nicht nur im Herbst ein trüber Anblick.

Auf die Auflösung des Vereins Ilmenaustadt und zukünftige Engpässe auf dem Wohnungsmarkt für barrierefreies Wohnen ging Alfred Fahldieck in einem Leserbrief am 17. Januar ein – folgende Antwort gelangte per E-Mail an die AZ:

Im Gegensatz zu Herrn Fahldieck bin ich der Meinung, dass die Stadt Beides braucht, einen gut gestalteten Herzogenplatz und Sozialwohnungen. Der Blick vom Herzogenplatz Richtung Bulleninsel ist sehr unvorteilhaft, vorsichtig ausgedrückt.

Der Gedanke vom Ilmenauverein war, den Platz mit der Bulleninsel zu verbinden und so den zentralen Platz der Stadt aufzuwerten. In den nächsten Schritten hätte man weitere Projekte ausarbeiten können wie zum Beispiel auch Sozialwohnungen.

Zu sagen, es sollen Sozialwohnungen gebaut werden ist einfach, aber es gehören sehr viele Überlegungen dazu, wie so ein Projekt finanziert werden kann und dauerhaft tragbar ist. Durch immer mehr Auflagen ist das Bauen sehr teuer geworden. Damit ist es schwerer geworden, preiswerten Wohnraum zu bauen –fast unmöglich.

Durch Mitarbeit bei dem Projekt Ilmenausee hätte dieser es mitgestalten können und beim Verein ein Projekt Sozialwohnungen anstoßen können. Konstruktive Kritik und ein Wettbewerb der Ideen ist immer besser als nur Verhinderungskritik. Nur damit kann eine Stadt weiter entwickelt werden.

Die Politik der Stadt Uelzen hat die Chance nicht genutzt, ein fertiges Projekt für die Stadt umzusetzen.

Manfred Kipry, Hanstedt

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