Politesse füllt Stadtsäckel

Leserbrief zum Artikel „Ton-Welten für Jung und Alt“ über den Töpfermarkt in Bad Bevensen, AZ vom 26. August:.

Es hätte alles so schön sein können: Herrliches Sommerwetter am Sonntag, der zu einem Rundgang über den Töpfermarkt einlud. Da im Vorfeld – auch seitens der AZ – für diesen Markt viel Werbung gemacht worden war, lautete die Devise: Frühzeitiges Erscheinen, um einen Stellplatz auf dem dazu gehörenden Parkplatz zu bekommen. Trotz Eintreffen um 10.30 Uhr waren jedoch sämtliche Plätze bereits belegt; nur im Bereich der für Reisebusse vorgesehenen Plätze, in dem bereits zahlreiche Pkw standen, waren einige noch frei. Die Halter dieser Pkw haben sicherlich ähnlich wie ich, im Zusammenhang mit dem Töpfermarkt gewiss nicht mit einer größeren Anzahl anreisender Reisebusse gerechnet.

Nachdem sogar ein Parkschein für den gesamten Tag am Parkautomaten gelöst worden war, ging es zum Rundgang. Als ich zum Parkplatz zurück kam, fragte mich eine grinsende Politesse, ob ich das Hinweis-Schild „Busse“ übersehen hätte. Man hätte seitens der Stadt diese Plätze für Pkw freigeben können, denn auch bei Rückkehr zum Stellplatz war nicht ein einziger Bus dort zu sehen. Der Tatvorwurf laut Knöllchen: „Nur für Busse oovv“.Verwarnungsgeld über 10 Euro.

Mein Kommentar dazu: Sicherlich braucht die Stadt dringend Einnahmen. Und die AZ berichtete mehrmals darüber, was auf die vom Tourismus lebende Gewerbetreibenden der Kurstadt an Gebühren noch zukommen wird. Und nun dies: Eine städtische Politesse wird am Sonntag Vormittag dazu abgestellt, hunderte von Pkw zu verwarnen, um so das Stadtsäckel zu füllen. Nein, so geht’s nun wirklich nicht! Wenn der Kurort Bad Bevensen ein solches „Event“ heranholt, muss auch eine ausreichende Anzahl Parkplätze vorgehalten werden!

Alexander Hess,

Lehmke

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