Pläne wahre Papiertiger

Der CDU-Kreisverband hatten den Verkehrs-Staatssekretär Enak Ferlemann zu einem Bürgerforum nach Uelzen eingeladen. Bei seinem Besuch hielt Ferlemann es für möglich, dass ab 2025 die Autos auf der A39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg rollen. Foto: Huchthausen

Leserbriefe zum Bericht über den Besuch des Staatssekretärs Enak Ferlemann „Wir planen Autobahnen so, dass sie gerichtsfest sind“, AZ vom 9. Januar sowie zur Berichterstattung zum Trassenbau:.

Die Autobahn planenden Parteien, allen voran die CDU, wollen die A 39 scheinbar gegen die Bevölkerung und gegen jede Vernunft durchpeitschen. Ihnen sei gesagt, dass dies kurz vor der Landtagswahl nicht so gut ankommt. Vage „Versprechen“, 2025 könnte die A 39 komplett befahren werden, sind echte Papiertiger.

Und Papier ist geduldig, das wissen wir. Sollte der Bau im Bereich des Landkreises Uelzen 2020 wirklich beginnen, so haben alle Menschen, die in der Nähe der Baustellen wohnen, leben, arbeiten oder Urlaub machen zehn Jahre lang Baustellenlärm zu ertragen. Anschließend stehen überall häßliche Brückenköpfe starrend in der Landschaft, Dämme kriechen wie Wanderdünen heran und ersticken die Landschaft. Protest ist für Herrn Ferlemann „völlig normal“, will also heißen: „Lass´ die man protestieren, die beruhigen sich auch wieder. Wir machen es halt trotzdem“.

Na, denn mal viel Spaß beim Vorbereiten des Baus. Ströme von Wasser werden bis dahin die Ilmenau noch hinunterfließen. Trotzdem: Ein Autobahnbau muss auf jeden Fall im Sinne allen Lebens verhindert werden!

Jörg Grützmann,

Oldenburg

Autobahngegner fordern immer wieder den B 4-Ausbau mit Ortsumgehungen. Ich möchte mal genau wissen,wie diese Alternative zwischen Lüneburg und Bad Bevensen aussehen soll!? Nach meinen Informationen sind Ortsumgehungen für Melbeck, Bienenbüttel und Jelmstorf nicht möglich beziehungsweise so gut wie nicht möglich. Nennen Sie mir eine neue Streckenführung der B 4 im Detail. Unkonkrete Aussagen wie „Ortsumgehungen sind möglich“, reichen mir nicht aus. Es reicht auch nicht, wenn nur bei einer der drei Ortschaften eine Umgehung möglich wäre. Ich glaube eher, wenn Ortsumgehungen möglich sind, hätte Melbeck schon längst eine.

Andreas Klus,

Oetzen

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