Leserbrief

Phrasen statt Argumente

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Bernd Althusmann sprach vor den Landwirten der Region. AZ-Leser Christoph Palesch hätte sich gewünscht, dass der CDU-Spitzenkandidat mehr Beiträge für eine sachliche Diskussion liefert.

Zur Berichterstattung über Bernd Althusmanns Besuch beim Bauernverband Nordost-Niedersachsen (Verbrauchertraum von der lila Kuh, AZ vom 17. Februar) schreibt Christoph Palesch aus Ebstorf:

Bernd Althusmann war zu Gast bei der Kreisversammlung des Bauernverbandes Nordostniedersachsen. Auf dieser Versammlung erklärte der Vorsitzende Thorsten Riggert, und das völlig zu Recht, dass man sich nicht über kritische Fragen und sachliche Diskussionen beschwere. Man würde aber mit offenem Mund dastehen, wenn die Diskussion in die Polemik abgleitet.

Bernd Althusmann spricht dann von träumenden Verbrauchern, die an die Kuh auf der Wiese glauben, die möglichst auch noch lila sein soll. Weiter spricht er davon, dass das Land beim Thama Wolf schneller tätig werden würde, wenn dieser über den Kröpcke in Hannover läuft.

Sicher ist die lila Kuh von Althusmann eine Metapher und ich möchte ihm bei seinen Aussagen auch keine Polemik vorwerfen. Aber besonders sachlich sind diese Aussagen dennoch nicht. Weiter wollen die Landwirte von Althusmann wissen, wie er die niedersächsische Landwirtschaft wieder nach vorne bringen will. Ziel sei es, dass Landwirtschaftsministerium wieder von der CDU besetzen zu lassen. Wahnsinn!

Vor der Wahl davon zu sprechen, Ministerien besetzen zu wollen, ist ja an Innovation kaum zu überbieten. Auch der Hinweis auf Aufklärungsarbeit der Landwirte greift kaum, denn ich denke absolut, dass die Landwirtschaft in diesem Bereich einiges tut. Und so ist auch die Aussage „Da ist viel Porzellan zerschlagen worden in den letzten Jahren“ nur eine weitere Phrase, die der Sache kaum gerecht wird. Und so stehe am Ende auch ich ein wenig „mit offenem Mund da“, hatte der Spitzenkandidat doch die Möglichkeit aufzuzeigen, was er besser machen würde.

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