Peinlich, empörend und beschämend

Zur Abi-Vorfreude-Party des HEG: Mir war leider jeder Gedanke an Vorfreude, geschweige denn guter Laune vergangen, nachdem ich von unserem koreanischen Gastschüler am Sonntag erfahren musste, dass er am Freitag zur Vorfreude-Party des HEG in der Stadthalle von den beauftragten Veranstaltern keinen Einlass bekommen hatte. Ausländern wurde anscheinend umfassend der Zutritt verweigert.

Wir als Familie haben nun versucht,uns unseren Gastschüler mit den Augen der Veranstalter anzuschauen und mussten trotz intensiver Inspektion feststellen, dass wir nichts, rein gar nichts Aggressives oder Gewaltbereites an ihm finden können. Mit welchem Argument wurde so diskriminierend gegen ausländische Jugendliche verfahren? Nur weil auf vergangenen Partys einige Ausländer Ursache für gewalttätige Ausschreitungen gewesen sein sollen, wird jetzt eine Kollektivstrafe verhängt? Ich finde es peinlich, empörend und beschämend und kann mich nur stellvertretend bei unserem Gast entschuldigen.Zum Glück fanden sich etliche deutsche Mitschüler, die aus Protest der Veranstaltung fernblieben. Schön, dass sie am folgenden Abend mit ihren ausländischen Freunden die LEG-Abi-Vorfreude-Party gemeinsam wieder gut gelaunt feiern durften - wie tröstlich!

Marita Simon-Hallensleben,

Varendorf

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