Partei im Wandel

Leserbrief zur Berichterstattung zum Parteitag der CDU in Hannover:.

Was ist da los in unserer guten alten CDU? Wurden vor nicht wenigen Monaten noch unsere Atomkraftwerke als Heilmittel für den kaum zu stillenden Energiehunger verkauft, um nach Fukushima nicht schnell genug die „Energiewende“ vollziehen zu können? Machten doch glatt auf dem letzten CDU-Parteitag in Hannover mehrere Delegierte durch eine Forderung die Partner einer gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft steuerlich gleich zu stellen. Ja, das war wirklich so!

Werden nun auch in der CDU Stimmen für einen gesetzlichen Mindestlohn lauter, weil man wohl langsam zu der Erkenntnis gekommen ist, dass ein Mindestlohn doch unsere Arbeitsplätze nicht im hohen Maße gefährdet, sondern wohl eher den Kassenstand unserer Rentenkassen, die sich durch Minijobs und prekäre Arbeitsverhältnisse kaum füllen lassen dürften.

Eine Stimme davon gehörte übrigens Angela Merkel. Hat man vor 15 Jahren Frauen in dieser Partei eher mit Randpositionen besetzt gesehen, haben nicht wenige mittlerweile führende Positionen, bis hin zur Vorsitzenden erreicht. Respekt!! Zwar stehen laut Art. 6 unseres Grundgesetzes die Familie unter besonderen Schutz, aber der Niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann sieht sich eher im Sinne des Gesetzes handeln, indem er Mütter durch Abschiebung von Kindern trennt. Der Schurkenstaat lässt grüßen.

Woran man mit der CDU letzlich ist, wusste wohl auch die Fraktion der Gemeinde Eimke derselben Partei nicht mehr. Also scherte sie eben aus und gründete eine neue Gruppe genannt „Wir für Eimke“. In Eimke wollte man wohl keine Energiewende, Gleichstellung der Homo-Ehe und einen gesetzlichen Mindestlohn, und Frauen in Schlüsselpositionen? Vielleicht geht es hier wohl auch mal um was Regionales. Seltsam, seltsam, seltsam...

Karsten Beyer,

Gerdau

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