Das meinen unsere Leser zum Projekt "Ilmenausee"

Ein See – ja oder nein?

+
So sieht die Vision eines veränderten Herzogenplatzes – links das Uelzener Rathaus – aus. Unter Lesern stößt das Projekt nicht nur auf Zustimmung. 

Zum AZ-Beitrag „Leuchtturmprojekt wird konkret“ (AZ v. 28. September) ist in Uelzen eine kontroverse Diskussion entbrannt.

So schreibt Margrit Kuhlmann-Jürs aus Bad Bevensen: Ob Leserbriefschreiber Michael Schulz mit seiner Auflistung notwendiger Begleitmaßnahmen zum Projekt Ilmenausee richtig liegt, kann ich nicht beurteilen. Aber es sicher unabdingbar, sie mit ins Kalkül zu ziehen! Auch Fachleute unterschätzen ja oft genug entscheidende Randbedingungen, wie man weiß.

Andrerseits: Von Wasser im Stadtgebiet geht zweifellos immer ein großer Reiz aus, und ich verstehe die Verlockung dieser attraktiven Idee. Was mir allerdings nicht einleuchtet, ist die verkehrsberuhigte Straße, die die geplante Fläche zerschneiden soll. Das macht doch den eigentlichen Effekt zunichte. Falls ich alles richtig verstanden habe, soll die südöstlich des Herzogenplatzes verlaufende Straße entfernt werden. Was halten die Planer davon, das Ilmenauwasser stattdessen mittels Betonröhren unter der Straße hindurch zu leiten? Der Verkehr flösse dann weiterhin am Rand der neu geschaffenen Fläche statt durch sie hindurch.

Oliver Breitfeld aus Uelzen meint:

Ich halte dieses Projekt für eine sinnlose Verschwendung von Steuergeldern. Hinzu kommt, dass ich auf den Plänen den Bolzplatz für die Jugend an der Illmenau vermisse, der scheinbar unter den Teppich gekehrt werden soll. Außerdem wird im Sommer dieser Tümpel muffig riechen. Uelzen hat so viele andere Baustellen die finanziell bearbeitet werden müssten.

Christine Anders aus Uelzen merkt an:

Zum Thema See in Uelzen fällt einem rational denkenden Menschen wenig ein, außer totale Verschwendung von Geldern, die die Stadt nicht hat. Da verkommen Schulen, der Ratsteich, die Optik der Stadt und es wird Vereinen wie dem Kinderschutzbund das Quartier gekündigt, damit Altenwohnungen gebaut werden können. Es müsste ein Nachdenken bei den Verantwortlichen und Initiatoren stattfinden, denn Kinder sind die Zukunft einer Region und ihrer Stadt, damit das Leben dort erhalten bleibt. Was bringt ein See, besser Teich oder Tümpel, wenn keine Jugend mehr da ist. Man kann nur hoffen, dass die Vernunft zum Thema See siegt.

Therese Meyer aus Rosche kommentiert:

Ich lebe im Landkreis Uelzen und muss zugeben, dass ich sehr selten zum Einkaufsbummel in unsere Kreisstadt fahre, weil ich die Innenstadt wenig ansprechend finde. Umso erfreuter war ich in der Vergangenheit, das sich endlich mal junge innovative und kreative Menschen einen Kopf darüber machten, wie man Uelzen attraktiver gestalten kann, wie man einen Anziehungspunkt schafft, der auch kaufkräftige Besucher aus dem Umland anzieht. In fast jeder Stadt, ja sogar in vielen kleineren Orten gibt es sehr oft Wohlfühloasen, ein Fleckchen, an dem man am Wasser oder Brunnen verweilen kann, ein Eis essen oder einen Cappuccino genießen kann. Wasser hat seit jeher immer einen Erholungseffekt in jedem Alter. Jetzt endlich tut sich in Uelzen etwas. Es wird Zeit, das auch Uelzen mit der Zeit geht und dafür sorgt, dass es Spaß macht dort zu verweilen und zu shoppen. Hoffentlich bekommen die Bedenkenträger kein Gehör.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare