Leserbrief

Notfallbänke – unkoordiniert

Zum Leserbrief „Notfallbänke – nicht alle machen mit“ (AZ v. 19. Oktober) nimmt Axel Holst, Mitglied des Seniorenbeirates in Bienenbüttel, Stellung:

Der offenbar etwas enttäuschte Harald Stute beklagt sich darüber, dass der SoVD Bad Bevensen mit seiner geplanten Auszeichnung von Notfallbänken im Bereich der Landesforsten auf wenig Gegenliebe gestoßen ist, weil diese ihre Bereiche inzwischen mit eigenen Notfallschildern versehen. Da können wir vom Seniorenbeirat Bienenbüttel ihn vielleicht trösten mit den von uns in zwei Jahren gemachten Erfahrungen. 

Auch wir hatten gehofft, Notrufbänke in möglichst vielen Gemeinden des Landkreises mit diesen zusammen einrichten zu können, und der Bienenbütteler Bürgermeister Dr. Franke hat das Projekt auch seinen Kollegen vorgestellt. Offenbar haben dann aber die zu erwartende Arbeit und die damit verbundenen Kosten doch abgeschreckt, so dass zunächst von anderer Seite keine positive Reaktion kam und wir in Bienenbüttel vor zwei Jahren allein gestartet sind.

Inzwischen haben wir unsere Aktion erfolgreich abgeschlossen und stellen mit einer gewissen Befriedigung fest, dass sich in der Sache im Landkreis doch Einiges bewegt. Die Landesforsten haben ihre Aktion der Notfallpunkte offenbar intensiviert, was in den Wäldern eine durchaus sinnvolle Ergänzung zu unseren Notrufbänken an den Wanderwegen ist. Und auch der SoVD im Landkreis Uelzen hat die Notfallbänke jetzt für sich entdeckt.

Dabei ist natürlich zu fragen, wie sinnvoll es ist, wenn jeder sich allein bemüht, das Rad neu zu erfinden, ohne auf bereits gemachte Erfahrungen anderer zurückzugreifen oder eine gemeinsame Aktion aller Interessierten zu starten. Von der Sache her aber sind alle diese verschiedenen Aktivitäten nur zu begrüßen, denn ihr gemeinsames Ziel ist es ja, Sicherheit zu vermitteln und im Notfall eine schnelle Hilfe zu organisieren.

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