Zum Notdienst nach Hamburg

Zum Notdienst im Kreis Uelzen Stellen Sie sich vor, es ist Weihnachtsnachmittag und Sie plagen plötzlich heftige Zahnschmerzen. Kein Problem, denken Sie, ruf ich halt beim Zahnarzt an und da bekomme ich eine Info, wer Notdienst hat oder zumindest eine Telefonnummer über die man entsprechende Info bekommt, wer Notdienst hat.

Tja, wenn man Glück hat, bekommt man den Verweis auf die AZ. Wer keine AZ hat, ist aufgeschmissen oder aber muss online suchen. Fündig wird man auf der Homepage der AZ allerdings nicht. So hab ich dann beim allgemeinärztlichen Notdienst angerufen um dort eine Info zu bekommen. Aussage dort: „Da müssen Sie nach Hamburg fahren, in Ihrer Nähe gibt es keinen Notdienstzahnarzt. Niedersachsen und Bayern sind die einzigen Bundesländer, die diesen Dienst nicht geregelt bekommen.“

So musste ich also, nachdem ich eine gute Stunde versucht hatte, einen Notdienstzahnarzt zu finden, im Dunklen und unter heftigen Schmerzen, den vereisten Weg nach Hamburg antreten.

Service sieht anders aus. Müssen nicht auch Zahnärzte einen hippokratischen Eid ablegen? Allerdings fragt man sich immer mehr, was dieser Eid noch Wert ist. Es kann doch nicht sein, dass es die neuen Bundesländer wunderbar auf die Reihe bekommen, das zu regeln und Bundesländer wie Bayern und Niedersachsen in dieser Beziehung Servicewüsten sind. Es muss eine Regelung her; der Gesetzgeber, aber auch die Zahnärzte sind hier in einer Fürsorgepflicht, die sie eindeutig vernachlässigen.

Olaf Klein,

Oetzen

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