Leserbrief

Noch mehr Verunsicherung

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Radfahrer müssen an der Einmündung Neu Ripdorfer Straße Vorfahrt gewähren. Jetzt soll der Radweg verlegt werden. 

Zum Artikel „Radweg wird verlegt“ (AZ vom 12. Januar) schreibt Carmen Groß aus Uelzen: Ich frage mich, ob diejenigen, die diese „Übergangsregelung“ geplant haben, überhaupt Fahrrad fahren und wissen, was ein „straßenbegleitender Radweg“ ist.

Diese neue Regelung mit dem Vorfahrtgewähren-Schild für Radfahrer führt doch nur dazu, dass es zu noch mehr Verunsicherungen zwischen den Verkehrsteilnehmern kommt, denn die Kreisstraße 3 ist immer noch die vorfahrtberechtigte Straße, das heißt, die Pkw-/Lkw-Fahrer, die aus Neu Ripdorf/Tankstelle Hoyer kommen, müssen dem Verkehr der K 3 Vorfahrt gewähren. Da es sich bei dem Radweg um einen straßenbegleitenden Radweg der K 3 handelt, hat der Radfahrer Vorrang vor dem abbiegenden Verkehr.

Eine Sichtbehinderung des Radweges aus Molzen kommend, sehe ich an dieser Stelle nicht. Man „könnte vielleicht“ von einer Sichtbehinderung aus der anderen Richtung sprechen – da es von dort kommend allerdings bergauf geht, wird der Radfahrer eher langsam sein. Hier zeigt sich wieder mal, sind einige Pkw-/Lkw-Fahrer unfähig, zu gucken und Vorfahrt zu gewähren, liegt die Pflicht beim Radfahrer (ich für meinen Teil habe eh schon ständig die Händen an den Bremsen und verzichte auf meine Vorfahrt).

Ein kleines Beispiel sei noch angefügt, der Radweg an der B 4 von Lüneburg kommend, Abzweigung Emmendorf. Die Autofahrer aus Emmendorf, können den Radweg aus Lüneburg kommend nicht einsehen. An dieser Stelle geht der Radweg bergab. Auch hier hat man als Radfahrer die Hände automatisch an den Bremsen, weil man befürchten muss, dass man nicht gesehen wird. Will man dort nun auch ein Vorfahrt-gewähren-Schild für Radfahrer anbringen?

Sollte nicht eher der Pkw-/Lkw-Verkehr sensibilisiert werden? Uelzen wirbt seit zwei Jahren mit dem Stadtradeln, aber vielleicht sollten sich auch mal einige außerhalb des Stadtradelns regelmäßig auf das Rad setzen. Ich könnte mir vorstellen, dass der eine oder andere dann rücksichtsvoller Auto fährt. In diesem Sinne wünsche ich uns ein rücksichtsvolles Miteinander, denn wer am Verkehr teilnimmt, hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

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