Nicht mehr nachvollziehbar

Leserbrief zum Artikel „Noch mehr Schwein für Melzingen“, AZ vom 23. Mai:

Die süßen Ferkel als Aufmacher des Artikels sind nett anzuschauen, bilden jedoch nicht im Geringsten die Realität des geplanten Bauvorhabens ab. Sicherlich kann sich in Melzingen kein Landwirt über das Verständnis und die Rücksichtnahme der Einwohner beschweren. In der Vergangenheit sind alle Bauvorhaben, die Emissionen verursachen können, wohlwollend akzeptiert worden. Für die betroffene Bevölkerung stellt sich die Frage, warum es trotz der seinerzeit gemachten Zusagen nie zu einer Verbesserung der Emissionsbelastung gekommen ist, sondern die Geruchsbelästigungen weiter zugenommen haben. Könnte der Einbau von modernen Filteranlagen (auch nachträglich) nicht Abhilfe schaffen? Es entsteht der Eindruck, dass sich die Aufsichtsbehörden in ihrer Überwachungsfunktion teilnahmslos verhalten. Es ist unverständlich, dass immer weitere Bauvorhaben genehmigt werden, während es der Gemeinde aufgrund der vorhandenen Geruchsemissionen verwehrt ist, neues Bauland auszuweisen. Dem Kreis sei gesagt, dass es ohne eine Verbesserung der Situation in Melzingen, den Einwohnern gegenüber unverantwortlich ist, ihnen eine weitere Stallanlage zuzumuten.

Karsten Hauch, Hans-Joachim Holz, Carsten Schroeter, Melzingen

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