AZ-Leserbrief

„Nicht glauben, sondern wissen“

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Der Erhalt des Schlossparkes Holdenstedt liegt Ingetraud Schmäcke am Herzen. Sie ist angesichts der Baupläne des Investors skeptisch.

Zur Ortsratssitzung vom 6.  September in Holdenstedt schreibt diese AZ-Leserin:

Die Zuhörer der Ortsratssitzung in Holdenstedt waren hauptsächlich an dem Erhalt des Schlossparks interessiert, da natürlich schon beim Bau sehr viel mehr zerstört wird als nur die eingezeichnete Fläche der drei Häuser.

Die jetzigen 20 Parkplätze sollen nicht erweitert werden und die Baufahrzeuge sollen auf den Wegen im Park fahren. Interessant ist, dass der Bürgermeister sich hauptsächlich auf die sogenannten Fachbereiche Landesdenkmalpflege und Landschaftsschutz – alles nichtöffentlich – bezieht. Seine Aussprüche, der Investor ist „kulturschaffend“ und „ich glaube an ihn“, sind nicht sehr erhellend. Er soll nicht glauben, sondern wissen, welche Interessen der Investor hat.

Im Internet habe ich nichts gefunden, dass sich der Investor kulturell eingebracht hat. Als Immobilienverkäufer ist er allerdings aktiv.

Ich finde es sehr bedenklich, wo der Investor als Geschäftsführer mehrerer GmbH mit wenig Selbstbeteiligung überall mitmischt.

Der Bürgermeister hat während der Ortsratssitzung wenig gesagt und immer nur auf den Erhalt des Schlosses hingewiesen – bei Nachfragen stellte sich aber heraus: Welche Renovierungsarbeiten durchgeführt werden sollen, liegt im Ermessen des Investors und sie werden nicht detailliert in die Verträge aufgenommen. Außerdem wird befürchtet, dass bei Nichteinhaltung des Vertrages die Stadt ein immer noch renovierungsbedürftiges Schloss und einen zerstörten Park zurücknehmen muss (zum Beispiel bei Insolvenz des Investors).

Ingetraud Schmäcke, Uelzen

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