AZ-Leserbrief

Nicht alles gut in Bevensen

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Martin Feller (Grüne) war der große Gewinner der Stadtratswahl in Bad Bevensen. Nach dieser Wahl übt AZ-Leser Herbert Seerau Kritik – nicht nur an Wahlergebnis und Kommunalwahlsystem.

Zu unserer jüngsten Berichterstattung rund um die Stadt Bad Bevensen schreibt Herbert Seerau aus Bad Bevensen:

Ich habe die Berichte aufmerksam gelesen. Ich kann nur immer wieder betonen, dass sich künftig in Bad Bevensen vieles ändern muss. Zunächst möchte ich die Wiederholung der Stadtratswahl am 11. März mit einer geringen Wahlbeteiligung von 45,8 Prozent und das Wahlendergebnis erwähnen. Auch in Bad Bevensen besteht eine Politikverdrossenheit, da viele Wähler von den Kommunalpolitikern der Stadt die Nase gestrichen vollhaben. Es kann nicht sein, dass diese Herrschaften teilweise mit geschlossenen Augen durch die Stadt gehen, damit sie den Bürgern keinen Blick zuwerfen müssen. Außerdem glänzen sie bei den Veranstaltungen in der Stadt teilweise durch Abwesenheit.

Kurz vor der Wahl werden sie plötzlich wach und möchten mit dem Wähler beim Straßenwahlkampf ins Gespräch kommen. Meine Damen und Herren, ich kann Ihnen nur sagen, sehen Sie nicht nur ihre eigenen Vorteile, setzen Sie nicht nur alles auf Tourismus, sondern verlieren Sie die einheimische Bevölkerung nicht aus den Augen und schenken Sie dieser auch Ihre Beachtung. Diese Menschen zahlen pünktlich ihre Steuern. Im Übrigen haben wir einen der höchsten Steuersätze unter den Kommunen. Das Wahlergebnis zeigt auch, dass das niedersächsische Kommunalwahlsystem, so wie es bereits Sönke Strampe (CDU) gegenüber der AZ betonte, überarbeitet werden muss. Es ist nicht nachvollziehbar, dass von zwölf Kandidaten der Grünen, die künftig im Stadtrat vertreten sind, neun Kandidaten mit einer Zahl von nur zehn bis 37 Stimmen in den Stadtrat einziehen. Es entspricht nicht dem Wählerwillen.

Zum Bericht der Werbegemeinschaft am 24. März in der AZ kann ich den Verantwortlichen nur empfehlen, den Lichterglanz-Weihnachtsmarkt künftig statt an zehn nur noch an drei Tagen mit einem vernünftigen Rahmenprogramm zu veranstalten, da der Markt für viele Besucher zu lang ist. Von einem Besuchermagnet kann keine Rede sein.

Man kann nur hoffen, dass es Bad Bevensen bald gelingen wird, dass es unter den Menschen nicht ein Gegeneinander, sondern ein Miteinander geben wird. Es wäre für die Bevölkerung als auch für die Gäste nur vom Vorteil. Die Höflichkeit muss an erster Stelle stehen, dies gilt teilweise auch für die Geschäftsleute und die Ärzte.

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