Die Kleinen hängt man, die großen lässt man laufen

Leserbrief zu "Alte Bekanne - neue Tat", AZ vom 6. September:

Da wurden zwei Mitglieder der berühmt-berüchtigten so genannten Douglas-Bande, bestimmt nicht ohne Grund, zu zweieinhalb beziehungsweise drei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Die Höhe der Strafen lässt auf die Schwere der Taten schließen.

Nur weil irgendwelche Winkel-Advokaten Revision einlegen, die Staatsanwaltschaft die Aufrechterhaltung des Haftbefehls fordert, lehnt das Gericht dieses ab. Leben wir eigentlich inzwischen in einer Bananen-Republik? Oder stimmt der Spruch wirklich noch: Die Kleinen hängt man, die großen lässt man laufen.

Erzähle mir aber jetzt keiner, erst verurteilte Täter sind schuldig. Das weiß ich seit Jahrzehnten, aber oft ist diese Auffassung nicht zu verstehen. Der nächste Geschädigte kann sich mit dieser Ansicht allerdings nichts kaufen.

Wilfried Kuhn,

Linden

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