Nazistraßen weg

Zur Diskussion um die Seebohm- und Farinastraße:

Wenn man mal guckt, welch Straßenumbenennungen im Leben einer Großstadt so erfolgen, aus ganz schlichten Gründen- da wird ein neuer Gebäudekomplex gebaut; da wird was abgerissen; da kommt ein neues Industriegebiet hinzu; auch sonst werden Industriegebiete gebaut, neu geplant, erweitert etc.

Was konnte man in den Leserbriefen bzgl. einer Umbenennung von Straßennamen in Uelzen lesen? Das kostet Geld. Navis müssen neue Software bekommen. Zulieferfirmen brauchen die neue Adresse. Dann kommen paar naive Geister und meinen, man könne ja einfach andere Leute nehmen und die Straßennamen beibehalten.

Geschäftstreibende scheißen drauf und sagen: Geld, Geld, Geld. Spenden hier und da, aber wollen sich nicht von Nazis distanzieren, indem sie mal ein echtes Zeichen setzen könnten.

Das ist billig, das ist langweilig, das ist gleichgültig, das ist ekelig!

Wenn auch nur ein einziger Gewerbetreibender in der Seebohmstraße ein neues Geschäft eröffnet in einem neu angelegten Industriegebiet, dann spätestens ist er ein bodenloser Heuchler.

So viele Straßen werden neu gebaut, werden umbenannt und neu bezogen. Dann lese ich ganz widerliche Sachen: “In den guten Taten kann man die schlechten Taten abwägen.“ Ich glaube, ich kriege das Kotzen!

Ingo Zoll,

Uelzen

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