AZ-Leserbrief

„Die Natur stirbt“

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Die fehlende Autobahnanbindung führt unter anderem zur schlechten Bewertung des Landkreises Uelzen.

Zum Artikel „Landkreis rutscht im Ranking ab“, AZ vom 31. Juli, erreichte die Redaktion diese Zuschrift:

„Uelzen rutscht ab“ – da rutscht einem doch gleich das Herz in die Hose. Ranking – Banking: Die IHK inszeniert ein Schreckensbild.

Ich bin jetzt 50 Jahre lang im ehrenamtlichen Naturschutz tätig – nichts von alledem, was wichtig ist, ist verstanden worden. Immer schneller, immer höher, immer mehr, mehr, mehr. Hallo? Habt Ihr die jungen Leute, die auf den Straßen demonstrieren, noch nicht bemerkt, die das, was ihr „Oldies“ da von „Absturz“ und „Risiken“ schwafelt, beenden wollen? Eintauschen gegen Klimaschutz für die Zukunft der nachfolgenden Generationen? Ist das wirklich so schwer zu verstehen? Oder lehnt ihr die Aktivitäten der jungen Generation etwa auch noch ab? Die Natur stirbt. Luchse können sich kaum ausbreiten, weil der Harz von Autobahnen umgeben ist. Wir können nicht ohne die Natur leben, auch wenn viele das nicht wahrhaben wollen. Das sind die wichtigen Dinge des Lebens und nicht der ewige Konsum.

Eins meiner ersten Umweltbücher war „Die Grenzen des Wachstums“ vom Club of Rome, vor 50 Jahren, das ist ein halbes Jahrhundert her. Meint Ihr nicht, dass es an der Zeit ist, das ewige Wachstum zu bremsen und ein wenig Bescheidenheit an den Tag zu legen?

Jörg Grützmann, Oldenburg

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Leserbriefe geben die Meinung des unterzeichnenden Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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