Name zu martialisch

Heinrich Matten kritisiert die Namensgebung der Veranstaltung „Die Schlacht der Spielmannszüge:.

Als Freund und Kenner der Musik von Spielmannszügen und Musikorps freue ich mich grundsätzlich über diese Veranstaltung, bin aber gleichzeitig unangenehm berührt von Ihrem (gemeint ist der Veranstalter, d.Red.) martialischen Ausdruck „Schlacht“. Ich bin der Meinung, dass es allgemein wohltuend empfunden wird, wenn wir Menschen uns nach und nach zu friedfertigen Wesen entwickeln und die Lust auf „Schlachten“ überwinden.

Was wollen Sie mit der Verwendung dieses speziellen Ausdrucks bezwecken? Wollen Sie mit der brutalen Bezeichnung analog sogenannter Ballerspiele junge Leute beeindrucken? Wollen Sie uns sagen, dass diese Musik nur in gedanklicher Verbindung mit der „Schlacht“, dem Totschießen, Totschlagen und Verstümmeln von Menschen ihre Wirkung entfalten kann? Wollen Sie einfach nur einen schlagkräftigen Ausdruck verwenden, um Aufmerksamkeit zu erhaschen?

Ich bitte Sie sehr, das Motto Ihrer Veranstaltung für die Folgezeit noch einmal zu überdenken und einer guten Musikveranstaltung einen harmlosen Namen zu geben. Was halten Sie von „Parade der Spielmannszüge“ oder, weil überwiegend Züge mit englischem Namen beteiligt sind, von „Brassparade“?

Heinrich Matten,

Himbergen

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