Es muss weitergehen

Nicole Sroka aus Suderburg schreibt zur Lesung von Professor Dr. Dietrich Meyer am 23. März im Gasthaus Pommeriens in Suderburg:

Glück ist Mangel an Information – vielleicht trifft dies in der mittlerweile Jahrzehnte umfassenden Atomkraft-Debatte ganz besonders zu. Beim Aufschlagen der Zeitung bietet sich mir ein krasser Kontrast zu dem Gehörten: Tausende erwachsene Menschen spielen Versteck bei IKEA. Gleichzeitig bleibt anscheinend der umfassende Wahnsinn der Atommüllmisere verborgen, den Professor Dr. Dietrich Meyer, Dr. Jürgen Wrede und ihre Mitstreiter im Jahr 1976 zu verstehen beginnen.

Mit umfassender Recherche in einem schwer zu begreifenden Metier, viel Mut und Beharrlichkeit und einem beispielhaften Verantwortungsgefühl für unsere Zukunft beginnen sie, den Widerstand gegen die Ansiedlung von Zwischen- und Endlagern oder gar einer WAA in unserer Heimat aufzubauen. Das Allerschlimmste konnte verhindert werden: eine Wiederaufbereitungsanlage in Unterlüß/Lutterloh mit hohen Umweltrisiken für den Landkreis Uelzen. Gorleben konnte nicht verhindert werden und ist auch fast 40 Jahre später im Zentrum der Lagerfrage.

Spannend und mitreißend waren die Berichte aus den Anfängen der Widerstandsbewegung „Lebensschutz Uelzen e.V.“ und der Demonstrationen „Bürger gegen Atommüll“. Sehr informativ die Ausführungen der damals Jüngsten im Bunde, Rebecca Harms, die sich damals noch nicht vorstellen konnte, dereinst als Fraktionsvorsitzende Europapolitik zu machen.

Mein großer Dank gilt diesen engagierten, verantwortungsbewussten Menschen, die damals viel riskiert haben, um unsere Zukunft und die unserer Nachfahren zu schützen.

Aber es ist noch viel zu tun – es muss weitergehen.

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