„Mufflon-Gulasch – frisch“

+
Im Tierpark sind Mufflons noch in ausreichender Zahl zu sehen, in freier Wildbahn – zum Beispiel in der Göhrde – hat der Wolf sie womöglich bald ausgerottet.

Die Tötung von Mufflons durch Wölfe (AZ-Berichte) haben eine rege Leserdiskussion ausgelöst. Auch Felix Ballach aus Uelzen nimmt dazu Stellung:.

Es ist immer wieder herrlich zu lesen wer, wie und vor allem aus welcher Motivation sich zum Thema Wolf geäußert wird. Angefangen von Herrn Merz, der komplett unreflektiert eine Veranstaltung in der Göhrde nutzt, um seine bekannte Antipathie gegenüber dem Beutegreifer zu verbreiten.

Kurz zum Göhrde-Muffel: seit ca. fünf Jahren ist das Muffel gerade bei den Verantwortlichen der Landesforsten ein Thema, was auch nicht wirklich wenig öffentliches Geld verschlungen hat. Seit fünf Jahren will man nur im Notfall in die Muffelpopulation eingreifen und bestimmte „Individuen“ entnehmen.

Stellt sich die Frage warum überhaupt noch „Strecke“ gemacht wurde, wenn doch ein natürlicher Regulator vor Ort ist und warum dies nicht nur in Notfällen erledigt wurde?! Warum wurde bei Drückjagden in der Region auf Anfragen von teilnehmenden Jägern „was wäre wenn wir auf Muffel treffen“ geantwortet: „Weg damit“?

Ich selber durfte noch einige Mal in diesem Jahr in den Genuss von „Göhrde-Muffel-Gulasch“ (frisch) kommen.

Zum Biber: Wer tatsächlich öffentlich behauptet, der Biber würde durch den Wolf gefährdet sein, hat sich wahrscheinlich kein bisschen mit dem Thema beschäftigt: In Brandenburg, höchste Wolfsdichte in Deutschland, fordern Jäger und Landwirte seit Jahr und Tag, die Biber-Population einzudämmen, da die Schäden für Landwirtschaft durch die stetig steigende Biberzahl ins Unermessliche steigen würden.

Heinrich Strunk aus Groß Thondorf merkt zu diesem Thema an:

Das Muffelwild in der Göhrde ist nicht erst seit 1913, sondern schon 1903 aus Sardinien und Korsika nach Deutschland gebracht worden. Um das in der Göhrde noch einzige reinrassige Vorkommen der Mufflons in Deutschland zu schützen, sind wir alle verpflichtet, schnell und zwingend zu Handeln. Alle Wildbiologen und Kenner halten die Erhaltung dieser Wildart in der Göhrde für wünschenswert und erforderlich.

Der Wolf steht unter Artenschutz, das soll er auch bleiben! Aber warum stellt man das Muffelwild nicht auch unter Artenschutz?Die Politiker und Experten müssen jetzt endlich mal wachgerüttelt werden, um den nur noch ganz kleinen dezimierten Muffelbestand in der Göhrde und in Deutschland zu retten, bevor er ganz vom Wolf ausgelöscht wird.

Das neunte Wolfsrudel in Niedersachsen hat eine neue Heimat in der Göhrde gefunden. Hier lebt es sich sehr gut mit mindestens sechs Welpen, die immer großen Hunger haben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare