Miteinander über Religionen reden

Frank Nierath aus Ostedt und Lehrer an den Berufsbildenden Schulen I . in Uelzen schreibt zu dem Attentat auf Journalisten des französischen des Satire-Magazins „Charlie Hebdo“:.

Seit Tagen versuche ich, dem sinnlosen Tod der Journalisten des Satire-Magazins „Charlie Hebdo“ einen Sinn zu geben. Ich sehe den Sinn darin, dass die drei Weltreligionen aufeinander zugehen und Toleranz und Humanität zum Ausdruck bringen sollten. Dies fängt im Kleinen an: So habe ich eine tiefreligiöse muslimische Schülerin gebeten, ein Referat über den Islam zu halten.

Sie hielt dieses Referat, und man hätte eine Stecknadel fallen hören, so aufmerksam hörte die Klasse zu. Danach wurden viele Fragen gestellt und es fand eine von echter Toleranz geprägte Diskussion statt. Die Klasse erfuhr viel Neues über den Islam und es wurde mit vielen Vorurteilen aufgeräumt.

Lasst uns miteinander über unsere Religionen reden und Gemeinsamkeiten finden. So wusste ich zum Beispiel nicht, dass auch Jesus als Prophet im Islam verehrt wird, und auch die heilige Jungfrau Maria genießt im Islam höchsten Respekt.

Ich rufe daher alle Deutsch-, Politik-, Religions- und Geschichtslehrer auf, basierend auf Lessings Schauspiel „Nathan der Weise“ durch Referate und Projekte für ein Miteinander der drei Weltreligionen zu werben und den Grundsatz der Toleranz und Humanität in den Vordergrund zu stellen.

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