Menschen sollen satt werden

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Ohne den Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln seien nicht genügend Nahrungsmittel für eine immer weiter wachsende Weltbevölkerung zu produzieren, meint Leser Jürgen Kraut. Archivfoto: dpa

Zum Bericht über die Demonstration auch von heimischen von Landwirten in Berlin (AZ vom 21. Januar) schreibt Jürgen Kraut aus Esterholz:.

Die Demonstration gegen das Sterben von Bauernhöfen und die derzeitige Landwirtschaftspolitik ist aus Sicht der Teilnehmer berechtigt.

Wenn aber ein Bauer, der mit seinem Nachbarn einen Großbetrieb von 385 Hektar Land bewirtschaftet, von dem Erhalt bäuerlicher Betriebe spricht, so finde ich dies merkwürdig. In den meisten Fällen können Betriebe heute nur noch wachsen, groß und rentabel werden, wenn Bauern aufgeben, das heißt, wenn ihre Betriebe sterben. Das ist bedauerlich.

Bedauerlich ist auch, wenn Tiere in der Massentierhaltung nicht artgerecht gehalten werden und leiden. Dies ist abzuändern. Biologisch erzeugte Nahrungsmittel mögen gut sein, dass sie gesünder sind, ist eine Glaubensfrage und wissenschaftlich nicht erwiesen.

In Deutschland ist es möglich biologischesche Landwirtschaft zu betreiben. International nicht. Die Menschheit wächst und alle sollen satt werden. Die Nahrungsmittelerzeugung muss daher ständig steigen. Das geht nicht ohne den Einsatz von Mineraldünger und Pflanzenschutzmittel. Die biologische Wirtschaftsweise braucht mehr Fläche, um die gleiche Menge Nahrung zu erzeugen. Wo soll die Fläche herkommen? Die weitere Urbarmachung von Naturräumen oder das Roden von Regenwald ist keine Alternative!

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