AZ-Leserbrief

Mehr Geschichte in der Stadt!

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In die früheren Sparkassen-Räume an der Bahnhofstraße könnte bald ein Museum einziehen. AZ-Leserin Birgit Gercken wünscht sich mehr geschichtliche Themenbereiche in der Hansestadt.

Zum Artikel „Geschichtsvermittlung in der Stadt“ (AZ vom 11. August) regt Birgit Gercken aus Uelzen an:

(...) Lasst uns (aus Holdenstedt) gehen, denn der Abendstern hat sich geneigt. Diese Worte wurden für eine Vernissage der in Uelzen geborenen Künstlerin Juliane Helene Berger von Dr. phil. Reimer Egge formuliert. Er war der erste hauptamtliche Leiter des Schlossmuseums Holdenstedt. Die Worte Vergils passen in den gegenwärtigen Prozess der Finanzierung eines neuen Museumsgebäudes in der Innenstadt Uelzens. Wie Egge auch erwähnt, dass Belle-Röber das Relief an dem ehemaligen Gebäude in der Bahnhofstraße gestaltet hat. Lasst uns (aus Holdenstedt weg)gehen. Vergil hat diesen berühmten Vers wiederholt formuliert, jedes Mal ging es um eine Verbesserung. Gehen, um sich zu verbessern, es besser zu machen.

Gegenwärtig beherbergt das Schloss Museums Holdenstedt eine Dauerausstellung der bürgerlichen Wohnkultur der (Hanse-)Stadt Uelzen mit vielen Gläsern. Die Dauerausstellung wurde von Themenausstellungen des Museums- und Heimatvereins mehrmals im Jahr flankiert. Spiegeln diese Ausstellungen das unglaublich vielfältige Leben der Menschen in der Hansestadt Uelzen wieder?

Der Vorsitzende des Museums- und Heimatvereins des Kreises Uelzen möchte weitere Themenbereiche ständig dokumentieren. „Ein neues Museum würde sich nach den Vorstellungen von Lukat verschiedenen Themenbereichen wie „Uelzen und die Hanse“, „Uelzen und die Eisenbahn“ oder „Uelzen und der Zucker“ widmen.“ Aber: Reicht das? Gibt das die große Fülle des vielfältigen Lebens in Uelzen in der Vergangenheit und Gegenwart wieder?

Uelzen ist unglaublich reich an sehr vielen (bürgerlichen) Aktivitäten in der Kultur, Politik und in der Wirtschaft wie auch im Sport. So wie in den Kirchen der Hansestadt Uelzen. Wie wäre es mit weiteren Themenbereichen wie „Uelzen und die Kultur“, „Uelzen und die Bürgerinitiativen“, „Uelzen und die Frauen“, „Uelzen und der Nationalsozialismus“? (...) Nicht zu vergessen seien „Uelzen und die Bildung/Schulen“ und „Uelzen und die Mobilität“. Oder gar mit „Uelzen und die Kirchen“, Uelzen und der Sport“ oder mit „Uelzen und die Literatur“? (...)

Museumsarbeit ist immer auch Kulturarbeit im besten Sinne Kultur der Erinnerung, aber auch eine Kultur der Identität, wie Dr. Brohm sagte. Also: Lasst uns gehen. (...)

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