AZ-Leserbrief

Mehr Corona-Tests nötig

AZ-Leserin Doris Klein fordert, dass mehr Kinder auf Corona getestet werden. Wenn es nur ein fiebriger Infekt sei, müssten Eltern nicht wieder über einen längeren Zeitraum zu Hause bleiben.
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AZ-Leserin Doris Klein fordert, dass mehr Kinder auf Corona getestet werden. Wenn es nur ein fiebriger Infekt sei, müssten Eltern nicht wieder über einen längeren Zeitraum zu Hause bleiben.

Zum AZ-Artikel „Zu Hause bleiben?“ vom 13. Juni erreichte die Redaktion folgende Lesermeinung:

In der „harten“ Corona-Zeit war alles anders – Schulen zu, Kitas zu, alles zu! Dann wurde es lockerer – Notbetreuung, ... strenge Hygieneregeln und Auflagen. Wir haben uns daran gehalten!

Jetzt haben wir unsere Großtagespflege wieder am Laufen, alle zehn Kinder können wieder betreut werden. Gäbe es da nicht ein kleines Problem: Erkältungen! Auf der einen Seite Hygieneregeln, die besagen, dass Kinder mit Symptomen wie Husten, laufender Nase oder Schnupfen die Einrichtung zu verlassen haben, beziehungsweise sie gar nicht erst betreten dürfen. Vor Corona haben wir ... die Kinder auch mit diesen Symptomen betreut. Bekamen sie Fieber oder „hingen total durch“, haben wir sie nach Hause geschickt. Nach Genesung kamen sie wieder in die Einrichtung.

Jetzt: Gleiche Symptome, sofort nach Hause oder gar nicht erst rein! So weit, so gut. Aber wie wird die Rückkehr in die Einrichtung gehandhabt? Bescheinigt ein Kinderarzt so ohne Weiteres, dass es sich wirklich nur um eine Erkältung und nicht um Corona handelt? Hat er genug Kontingente, haben die Labore genug Kapazitäten, um erkrankte Kinder auf Corona zu testen, damit sie wieder in die Einrichtung dürfen? Testen sie nur, wenn Kinder bei Urlaub in einem anderen Bundesland waren, Kontakte hatten und so weiter? Die Wartezimmer sind voll, nicht jeder Arzt testet. ... Nur ein Infekt? Was, wenn er sich irrt? Die Reaktionen der Ärzte bei Nachfragen der Eltern nach Bescheinigung durchaus verständlich. Die Eltern unsicher und teilweise auch genervt, weil Einrichtungen auch unterschiedlich verfahren, um eine Rückkehr in die Kita und Schule zu gewährleisten. ... Bei vielen geht es sicher auch um die Sicherung des Arbeitsplatzes – keine Überstunden, Rest-Urlaubstage etc. mehr. Damit haben ja viele die lange Hauptphase durchgestanden!

Ich bin der Meinung, es muss einen Test für alle Kinder mit Symptomen geben, damit eine einheitliche Linie im Landkreis gefahren wird und Eltern nicht gezwungen sind, wieder über einen längeren Zeitraum zu Hause bleiben zu müssen, obwohl nur ein Infekt vorhanden ist. Und die richtige Erkältungszeit steht uns noch bevor! Ich fordere deshalb eine Erhöhung der Test-Kapazitäten bei Ärzten und der zuständigen Labore. Damit wir einerseits die Hygieneregeln einhalten können und andererseits auch unserer Fürsorgepflicht den gesunden Kindern und den Kollegen gegenüber gerecht werden.

Doris Klein, Uelzen

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Leserbriefe geben die Meinung des unterzeichnenden Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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