Mehr Aufklärung zum Marktcenter

„Entscheidung im April“ (AZ v. 12. Februar)

Bezogen auf das Thema „Marktcenter“ fällt mir auf, dass sich zur Zeit wieder die gleiche „Salamitaktik“ in der Veröffentlichung von Einzelheiten zeigt, wie dies im letzten Jahr bereits mit der Fußgängerzone Veerßer Straße geschah (Zur Erinnerung: Projekt gescheitert.)

Ich möchte die AZ bitten, doch ganz deutlich darzustellen, dass dort neben einem geplanten Elektromarkt und einem SB-Markt auch „kleinteiliger Einzelhandel“ geplant ist. Und das bedeutet: Wenn es dort viele kleine Einzelhandelsgeschäfte hinzieht, dann wird dies zu einem weiteren Ausbluten der Innenstadt führen – nicht zu einer Förderung! Nehmen Sie doch einmal gedanklich aus jeder Marktstraße drei Geschäfte heraus und setzen diese ins Marktcenter (denn wirklich neue Geschäfte wird es angesichts der nicht vorhandenen Käufer kaum geben) - ein trostloses Bild für die Innenstadt, oder?

Ich führe ein Einzelhandelsgeschaft in der Innenstadt Uelzen, außerdem ein vergleichbares in einem solchen Einkaufscenter in Salzwedel, deshalb kann ich diese beiden Konzepte und deren Pro und Contra sehr leicht und genau vergleichen - und dies anhand von Fakten und nicht nur Spekulationen (Informationen hierüber stelle ich gern der Lokalpolitik als Entscheidungshilfe zur Verfügung).

Klares Fazit: Den freien Einzelhandel in einer belebten Innenstadt würde ich, vor allem aus Kundensicht, immer dem eines Einkaufscenters vorziehen.

Mike Bergmann,

Uelzen

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